Cancel Culture

Rheinische Post und AfD: Ein zerrüttetes Verhältnis. Unsere Schuld ist das nicht.

Ich unterscheide mal zwei  Ebenen: Zentralredaktion und die Regionalbüros,  hier insbesondere hier die Ratinger Niederlassung.  Auf der oberen Ebene des Polit-Ressorts des Rheinischen Zeitungsmonopolisten herrscht die offene Feindschaft gegenüber der AfD; ein mit allen Mitteln ausgetragener Vernichtungskampf zur Ausschaltung einer Oppositionspartei.  Die jüngste Wahlniederlage der Union hat es nur noch schlimmer gemacht: Unbändige Wut in den rheinischen Redaktionsstuben, die traditionell stets der CDU zugeneigt waren.

Erinnern wir uns: Die RP hatte den (noch) CDU-NRW-Ministerpräsidenten bereits zu einem Zeitpunkt als Merkels Nachfolger hofiert, als von einem Kandidaten Laschet in der Union noch keine Rede war. Damals waren  noch Namen wie Spahn und Karrenbauer im Rennen.  Umso größer  ist nun die Enttäuschung. Diffamierung und Ausgrenzung, das sind die probaten Mittel der auf die AfD abgerichteten Wadenbeißer in den Redaktionsstuben.  An vielen Ausgabetagen wird die AfD, bislang immerhin die größte Oppositionspartei im Bundestag und in allen Landesparlamenten vertreten,  mit keiner einzigen Silbe auf irgendeiner x-beliebigen Seite der Gazette erwähnt. Einfach totgeschwiegen, so als ob es uns überhaupt nicht gäbe. Und wenn dann doch mal über uns berichtet wird: Immer nur mit schmutzigen Beiwerk und stets im negativen, meist sogar im verächtlichen Zusammenhang.  Die Botschaft ist klar: Mit so ekeligen Schmuddelkindern spielt man nicht. Soweit, so schlecht und auch allgemein bekannt. Tatsächlich bekennt sich der Chefredakteur offen und unverblümt zum „Haltungsjournalismus“.

Ratingen: Hier hatte die lokale Dependance der RP mit uns als AfD-Stadtverband gute Geschäfte gemacht. In 2020 hatten die für unsere Inserate zur Kommunalwahl  über dreitausend Euro kassiert. Aber auch da wurden wir  reingelegt: Die Inserate wurden meist im lokalen Sportteil abgedruckt, nicht in den politischen Rubriken. Bekanntlich hatte es zuvor ja das Ratinger Wochenblatt („Roter Punkt“) abgelehnt von uns Inserate anzunehmen.  Auch in 2021 sorgten wir für Umsatz bei der RP: Für insgesamt drei Beilagen (zweimal Wahlprogramm und einmal Themenflyer) vereinnahmten die ebenfalls fast dreitausend Euro. Das ist zwar bedeutend weniger als das, was die von anderen Parteien oder von der Bundesregierung kriegen, aber immerhin.

Wer nun glaubt, daß wir damit ein freundliches Verhältnis seitens der Lokalredaktion befeuert hätten, den muß ich leider enttäuschen. Ratingen ist nicht Wien. Zwar äußert die hiesige Lokalredaktion keine offene Feindseligkeit uns gegenüber, aber die eine oder andere Gemeinheit lassen die sich schon einfallen. Meist in der Form, daß unsere Presseberichte bzw. die dort angesprochenen Themen gar nicht veröffentlicht  werden, selbst dann, wenn die Punkte als Tagesordnung für öffentliche Ratsversammlungen auftauchten.  So wollten wir eine kostenpflichtige Beilage über unsere Ratstätigkeit in der RP unterbringen: Die wurde brüsk abgelehnt. Begründung: Offizielles Werbematerial der Bundespartei: ja, spezielle Ratinger Themen: Nein! Logisch: Die RP verschweigt einfach unbequeme Sachverhalte vor ihren Lesern, auch auf lokaler Ebene. Hierzu einige  Beispiele; die Aufzählung ist nicht vollständig:

– Unser Antrag zum Indoorspielplatz in der Innenstadt

– unser Antrag zur Ablehnung der Gendersprache im Ratinger Amtsdeutsch

– Mein  Schenkungsangebot über 10.000€  zur Renovierung der Markttoilette

– Die Resolution zur Aufnahme afghanischer Flüchtlinge

Das Ganze hat eine lange, ungute, bösartige Tradition.  Als Dr. Sarrazin im Jahr 2017 eine  Bücherlesung bei uns in Ratingen veranstaltete, da hatten wir die Lokalpresse neun Wochen vorher ausführlich über Thema, Zeit und Ort informiert. Kein Sterbenswörtchen in der Presse! Weder in der RP noch NRZ noch WZ oder den kostenlosen Anzeigeblättern Dumeklemmer oder Roter Punkt.

Wenn allerdings bei unseren öffentlich angekündigten Treffen dann  die bekannten Querulanten auftauchen um Stunk zu machen, dann nimmt die wohlwollende Berichterstattung über diese „Aktivisten“ und ihr Krakeelen regelmäßig  einen breiteren Raum in den Zeitungsspalten ein. Unsere eigene Veranstaltung wird, wenn überhaupt, dabei dann nur am Rande erwähnt. So etwa bei dem Vortrag von Dr. Espendiller im letzten Jahr als auch bei unserem Infostand am Markt mit unserer Direktkandidatin Jessica Malisch.

In einer Antwort auf eine unserer Beschwerden beruft sich die RP sogar auf das Recht zur unvollständigen bzw. Falschberichterstattung; ich zitiere:  ..Obwohl es sich bei dem von Ihnen angesprochenen Fehler um eine falsche Tatsachenbehauptung handelt, setzt der Berichtigungsanspruch zusätzlich voraus, dass die Berichtigung des Textes zur Beseitigung einer fortdauernden Rufbeeinträchtigung des Betroffenen erforderlich ist. Dabei ist das Berichtigungsinteresse des Betroffenen gegen das Interesse der Medien abzuwägen, eine einmalig geäußerte Behauptung nicht förmlich zurücknehmen zu müssen, da dies einen recht schweren Eingriff in die Pressefreiheit darstellt….

 Im Klartext: Eine falsche Tatsachenbehauptung ist durch Pressefreiheit gedeckt. Da verschlägt es einem glatt die Sprache, da fehlen einfach die Worte.

Cancel Culture, ein zutreffender Begriff für dieses inzwischen weit verbreitete Phänomen in der einstmals freien westlichen Welt. Unliebsame Themen und die Diskussionen darüber werden ganz einfach unterdrückt.  Meine Meinung: Mit Kultur hat das nichts zu tun! Das ist organisierte Volksverdummung!

Rheinische Post: Leider werden wir auch künftig auf diesen Meinungsmonopolisten angewiesen sein. Denn wir erreichen längst nicht alle unserer potentiellen Wähler  über die sozialen Netzwerke. Bis es soweit ist muß noch manches dicke Brett gebohrt werden.

Autor: hansberndulrich

born 1950, university degree in mathematics, physics. Interested in all topics of natural science, history, politics and economics

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