Schlachtschiffe der Rheinischen Post

vor wenigen Tagen, am 2. April,  erinnerten manche Zeitungen, so auch die Rheinische Post,  an den Beginn des Falklandkrieges vor genau vierzig Jahren. Ich staune nicht schlecht, als ich den Vorspann lese: Laut RP hatte die Royal Navy im Jahre 1982 Schlachtschiffe in den Südatlantik geschickt:

Nun sind wir es gewohnt, daß es unsere Presseleute seit geraumer Zeit mit der Wahrheit nicht mehr so genau nehmen. Etwas weglassen hier, etwas phantasievolle Ausschmückung dort, so läuft es heutzutage in den Redaktionsstuben, die sich durchweg zum „Haltungsjournalismus“ bekennen.  Aber längst abgewrackte oder versenkte Schlachtschiffe wieder zum Leben zu erwecken: Das geht nur mit der Rheinischen Post.

Erinnern wir uns: Das letzte Schlachtschiff der Royal Navy, HMS Vanguard, wurde nach seiner Indienststellung 1944 bereits 1960 abgewrackt. Alle früheren Battleships fielen schon vorher den Schneidbrenner zum Opfer,  selbst die „Grand Old Lady“, die HMS Warspite, die bereits an der Skagerrakschlacht teilgenommen hatte und später im zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle spielte, erlitt das gleiche Schicksal. Die Engländer der Nachkriegszeit legten eben wenig Wert auf die Bewahrung ihrer Dickschiffe, die einst für „Britannia rules the waves“ standen. Ganz im Gegensatz zu den US-Amerikanern, die ihre Schlachtschiffe wie die New Jersey, Iowa, Missouri, Wisconsin und Alabama  als National Monuments oder Naval Museums für die Nachwelt bewahrten.

Ansonsten gibt der Bericht der RP  die kriegerische Auseinandersetzung im wesentlichen richtig wieder. Zu dem von einem britischen U-Boot versenkten argentinischen Kreuzer „Belgrano“ hätte ein kundiger Reporter noch anmerken sollen, daß es sich um einen echten Weltkriegsveteranen handelte. Als „USS Phoenix“, Kreuzer der US-Pazifikflotte, überstand das Schiff bereits den japanischen Angriff auf Pearl Harbour im Jahre 1941.  Allerdings hatte es gegen die Treffer von zwei  Weltkriegstorpedos, welche das Atom-U-Boot „Conqueror“ im Jahre 1982 abfeuerte, keine Chance.

Zur Geschichte: Bekanntlich hatte Argentinien 1982 handstreichartig die britische Kolonie im Südatlantik für sich reklamiert und besetzt. Die kleine britische Garnison wurde ausgeflogen. Allerdings hatte die argentinische Militärjunta nicht mit der Entschlossenheit der in Großbritannien regierenden Iron-Lady gemacht. Die setzte die Royal Navy mitsamt Landungstruppen in Marsch; die Inseln von der Größe NRWs wurden zurückerobert.  5.000 gut ausgebildete britische Landungstruppen erzwangen die Kapitulation von 15.000 argentinischen Soldaten.

Die Lehren für die Marinen aus dem Falklandkrieg: Trotz aller Verteidigungssysteme werden auch heute noch Schiffe im Gefecht getroffen. Die Aluminium-Aufbauten der britischen Fregatten schmolzen durch die Brandhitze zusammen und wurden zu tödlichen Fallen.

Mit den Falklandinseln ist für uns als  Marinekameradschaft „Admiral Graf Spee“ eine besondere Erinnerung verbunden: Dort versank am 8. Dezember 1914 das Ostasiengeschwader unter seinem Kommandanten Admiral Graf Spee im Geschützfeuer der überlegenen britischen Schlachtkreuzer.

Cancel Culture

Rheinische Post und AfD: Ein zerrüttetes Verhältnis. Unsere Schuld ist das nicht.

Ich unterscheide mal zwei  Ebenen: Zentralredaktion und die Regionalbüros,  hier insbesondere hier die Ratinger Niederlassung.  Auf der oberen Ebene des Polit-Ressorts des Rheinischen Zeitungsmonopolisten herrscht die offene Feindschaft gegenüber der AfD; ein mit allen Mitteln ausgetragener Vernichtungskampf zur Ausschaltung einer Oppositionspartei.  Die jüngste Wahlniederlage der Union hat es nur noch schlimmer gemacht: Unbändige Wut in den rheinischen Redaktionsstuben, die traditionell stets der CDU zugeneigt waren.

Erinnern wir uns: Die RP hatte den (noch) CDU-NRW-Ministerpräsidenten bereits zu einem Zeitpunkt als Merkels Nachfolger hofiert, als von einem Kandidaten Laschet in der Union noch keine Rede war. Damals waren  noch Namen wie Spahn und Karrenbauer im Rennen.  Umso größer  ist nun die Enttäuschung. Diffamierung und Ausgrenzung, das sind die probaten Mittel der auf die AfD abgerichteten Wadenbeißer in den Redaktionsstuben.  An vielen Ausgabetagen wird die AfD, bislang immerhin die größte Oppositionspartei im Bundestag und in allen Landesparlamenten vertreten,  mit keiner einzigen Silbe auf irgendeiner x-beliebigen Seite der Gazette erwähnt. Einfach totgeschwiegen, so als ob es uns überhaupt nicht gäbe. Und wenn dann doch mal über uns berichtet wird: Immer nur mit schmutzigen Beiwerk und stets im negativen, meist sogar im verächtlichen Zusammenhang.  Die Botschaft ist klar: Mit so ekeligen Schmuddelkindern spielt man nicht. Soweit, so schlecht und auch allgemein bekannt. Tatsächlich bekennt sich der Chefredakteur offen und unverblümt zum „Haltungsjournalismus“.

Ratingen: Hier hatte die lokale Dependance der RP mit uns als AfD-Stadtverband gute Geschäfte gemacht. In 2020 hatten die für unsere Inserate zur Kommunalwahl  über dreitausend Euro kassiert. Aber auch da wurden wir  reingelegt: Die Inserate wurden meist im lokalen Sportteil abgedruckt, nicht in den politischen Rubriken. Bekanntlich hatte es zuvor ja das Ratinger Wochenblatt („Roter Punkt“) abgelehnt von uns Inserate anzunehmen.  Auch in 2021 sorgten wir für Umsatz bei der RP: Für insgesamt drei Beilagen (zweimal Wahlprogramm und einmal Themenflyer) vereinnahmten die ebenfalls fast dreitausend Euro. Das ist zwar bedeutend weniger als das, was die von anderen Parteien oder von der Bundesregierung kriegen, aber immerhin.

Wer nun glaubt, daß wir damit ein freundliches Verhältnis seitens der Lokalredaktion befeuert hätten, den muß ich leider enttäuschen. Ratingen ist nicht Wien. Zwar äußert die hiesige Lokalredaktion keine offene Feindseligkeit uns gegenüber, aber die eine oder andere Gemeinheit lassen die sich schon einfallen. Meist in der Form, daß unsere Presseberichte bzw. die dort angesprochenen Themen gar nicht veröffentlicht  werden, selbst dann, wenn die Punkte als Tagesordnung für öffentliche Ratsversammlungen auftauchten.  So wollten wir eine kostenpflichtige Beilage über unsere Ratstätigkeit in der RP unterbringen: Die wurde brüsk abgelehnt. Begründung: Offizielles Werbematerial der Bundespartei: ja, spezielle Ratinger Themen: Nein! Logisch: Die RP verschweigt einfach unbequeme Sachverhalte vor ihren Lesern, auch auf lokaler Ebene. Hierzu einige  Beispiele; die Aufzählung ist nicht vollständig:

– Unser Antrag zum Indoorspielplatz in der Innenstadt

– unser Antrag zur Ablehnung der Gendersprache im Ratinger Amtsdeutsch

– Mein  Schenkungsangebot über 10.000€  zur Renovierung der Markttoilette

– Die Resolution zur Aufnahme afghanischer Flüchtlinge

Das Ganze hat eine lange, ungute, bösartige Tradition.  Als Dr. Sarrazin im Jahr 2017 eine  Bücherlesung bei uns in Ratingen veranstaltete, da hatten wir die Lokalpresse neun Wochen vorher ausführlich über Thema, Zeit und Ort informiert. Kein Sterbenswörtchen in der Presse! Weder in der RP noch NRZ noch WZ oder den kostenlosen Anzeigeblättern Dumeklemmer oder Roter Punkt.

Wenn allerdings bei unseren öffentlich angekündigten Treffen dann  die bekannten Querulanten auftauchen um Stunk zu machen, dann nimmt die wohlwollende Berichterstattung über diese „Aktivisten“ und ihr Krakeelen regelmäßig  einen breiteren Raum in den Zeitungsspalten ein. Unsere eigene Veranstaltung wird, wenn überhaupt, dabei dann nur am Rande erwähnt. So etwa bei dem Vortrag von Dr. Espendiller im letzten Jahr als auch bei unserem Infostand am Markt mit unserer Direktkandidatin Jessica Malisch.

In einer Antwort auf eine unserer Beschwerden beruft sich die RP sogar auf das Recht zur unvollständigen bzw. Falschberichterstattung; ich zitiere:  ..Obwohl es sich bei dem von Ihnen angesprochenen Fehler um eine falsche Tatsachenbehauptung handelt, setzt der Berichtigungsanspruch zusätzlich voraus, dass die Berichtigung des Textes zur Beseitigung einer fortdauernden Rufbeeinträchtigung des Betroffenen erforderlich ist. Dabei ist das Berichtigungsinteresse des Betroffenen gegen das Interesse der Medien abzuwägen, eine einmalig geäußerte Behauptung nicht förmlich zurücknehmen zu müssen, da dies einen recht schweren Eingriff in die Pressefreiheit darstellt….

 Im Klartext: Eine falsche Tatsachenbehauptung ist durch Pressefreiheit gedeckt. Da verschlägt es einem glatt die Sprache, da fehlen einfach die Worte.

Cancel Culture, ein zutreffender Begriff für dieses inzwischen weit verbreitete Phänomen in der einstmals freien westlichen Welt. Unliebsame Themen und die Diskussionen darüber werden ganz einfach unterdrückt.  Meine Meinung: Mit Kultur hat das nichts zu tun! Das ist organisierte Volksverdummung!

Rheinische Post: Leider werden wir auch künftig auf diesen Meinungsmonopolisten angewiesen sein. Denn wir erreichen längst nicht alle unserer potentiellen Wähler  über die sozialen Netzwerke. Bis es soweit ist muß noch manches dicke Brett gebohrt werden.

Konservativ und reaktionär

Konservativ oder reaktionär: Unter der Kategorie „Betreutes Denken“ klärt Frau Krings die unbedarften Leser über die genuine Bösartigkeit der AfD auf: Die sei nicht konservativ, sondern „reaktionär“: https://rp-online.de/politik/deutschland/warum-sich-die-cdu-mit-der-abgrenzung-gegen-rechts-schwertut_aid-59105191

Das reizt mich zum Widerspruch:

Sehr geehrte Frau Krings,

ich habe zwar noch nie eine Antwort von Ihnen erhalten; trotzdem schreibe ich Ihnen heute erneut. Ich beziehe mich auf Ihren Artikel vom 11. Juni: Was konservativ ist –und was nicht. Manchen Ihrer Sätze kann man uneingeschränkt zustimmen, wenn Sie etwa schreiben: Konservativ, das verrät die lateinische Wurzel des Begriffs, ist eine Haltung des Erhaltens und Bewahrens. Der Konservative sieht sich als Teil einer Tradition und Ordnung, die er gutheißt und fortsetzen will. Er setzt auf Kontinuität statt auf Brüche, er will die Zukunft aus dem heraus entwickeln, was sich in der Vergangenheit als tauglich erwiesen hat.   Aber dann geht es (was sonst?)  wieder gegen die verhasste Opposition, nämlich die AfD.

Über die Attribuierung „konservativ“ in Bezug auf die AfD  schreiben Sie etwas flapsig: „ Dieser Vorstellung kann nur anhängen, wer sich das Personal der AfD nicht näher anguckt.“  Wie bitte? Hat die Rheinische Post etwa ihre Leser über unser „Personal“ informiert? Hat sich ihr Blatt  über unser „Personal“ in NRW überhaupt jemals  in den letzten Jahren informiert?

Das Ergebnis der Wahl vor einigen Wochen für die AfD-NRW-Landesliste zum nächsten  Bundestag  wurde mit keinem Sterbenswörtchen in Ihrer Zeitung  erwähnt. Waren die gewählten Kandidaten  vielleicht zu bürgerlich? An der Spitze mit Rüdiger Lucassen ein ehemaliger Bundeswehroffizier im Rang eines Oberst im Generalstab? Auf Platz Zwei der ehemalige Assekuranz-Manager und Leiter des Wirecard-Untersuchungsausschusses Kay Gottschalk? Weiter mit Martin Renner einer der Gründer  vom März 2013? Mit Prof. Harald Weyel, dem Sohn eines farbigen US-Soldaten?  Das sollte ruhig mal nebenbei erwähnt werden, schließlich wird uns alle Nase lang Rassismus unterstellt. – Allerdings: Als dann ein unterlegener und somit enttäuschter Kandidat mit der  üblichen Begleitmusik vom angeblichen „Rechtsruck“ mit Getöse seinen Parteiaustritt erklärte: Das war der RP dann plötzlich wieder eine Notiz wert.  Für diese Art des Umgangs mit unliebsamen Informationen gibt es einen neudeutschen Begriff: Cancel Culture. Apropos Kay Gottschalk: Seine Rolle als Vorsitzender im Bundestagsuntersuchungsausschuss zur Aufklärung des Wirecard-Skandals wurde  von der RP in nahezu allen Artikeln zu dem Thema peinlichst verschwiegen. Aber da sind Sie in guter, oder besser gesagt: schlechter Gesellschaft. Denn die Öffentlich-Rechtlichen handhabten es genauso.  

Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen: Unsere Kommune hat über 90.000 Einwohner und seit 2015 einen AfD-Stadtverband. Gab es jemals eine Interviewanfrage seitens der Redaktion? Gar ein persönliches Porträt? Absolute Fehlanzeige. Als 2017 die Landtagsnovizen unter den frisch gewählten Abgeordneten unseres Kreises in der RP vorgestellt wurden hatte man den AfD-Mann schlichtweg „vergessen“.  Ich kann mich auch nicht erinnern, jemals in den letzten Jahren ein Interview mit irgendeinem unserer AfD-Landespolitiker in Ihrer Zeitung zu Gesicht bekommen zu haben. – Wo also, bitteschön, soll sich der wissbegierige Medienkonsument denn über die AfD und ihr „Personal“ informieren? Richtig: Es bleiben nur die sozialen Netzwerke.

Aber schauen wir uns doch mal das Etikett „Reaktionär“, das Sie der AfD anheften wollen, genauer an. Dem  Geschichtskundigen ist es geläufig als aggressiver Kampfbegriff der totalitären Systeme des Kommunismus und Nationalsozialismus. So war für die Ostberliner Machthaber zu SED-Zeiten die Opposition, der „Klassenfeind“,  reaktionär: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“ so tönte Erich Honecker .  Und auch die  Nazis pflegten  „Reaktionäre“  als verhasstes Feindbild: „Kameraden, die Rotfront und die Reaktion erschossen“,   so lautete eine Zeile im Horst-Wessel-Lied,  der berüchtigten Hymne des „Dritten Reiches“.  Fazit: Man sollte sehr vorsichtig sein mit der Verwendung des vergifteten Begriffes „Reaktionär“.

Tatsächlich ist es eine Frage des individuellen Standpunktes. Wenn etwa die AfD nach wie vor von „Vater und Mutter“ spricht  und sich der amtlichen Begrifflichkeit  von „Eltern1 und Eltern2“ verweigert, dann mag das für linke Gesellschaftsveränderer  reaktionär sein, für AfD-Anhänger hingegen nichts weiter als die Bewahrung  eines natürlichen Sprachgebrauchs.  Gleiches  gilt für Genderspache: Vermeintlich Progressive bejubeln die linguistische Umerziehung mittels Gendersternchen,  den  anderen ist es ein Gräuel. Und beim Volk scheiden sich vollendes die Geister: „Zum Wohle des Deutschen Volkes“, so lautete jahrzehntelang der Schwur der NRW-Landesregierung.  Vergeblich beantragte die AfD im Parlament die Wiederzulassung des „Wohls des Deutschen Volkes“ in der Eidesformel.  Reaktionär? Apropos Klimawandel: Wo bleiben denn die skeptischen Stimmen jener  Wissenschaftler, welche die Rechenmodelle der Klimakatastrophenapokalyptiker einem Genauigkeitstest unterziehen und damit auf ihre Vorhersagewahrscheinlichkeit überprüfen? Nebenbei:  Natürlich muß sich der Mensch auf Klimaveränderungen einstellen und reagieren. Das wird von der AfD keineswegs, wie von Ihnen behauptet, in Abrede gestellt.

Nein, liebe RP, der Text reiht sich ein in eine ganze Reihe von Schriften, die nur eines zum Ziel haben: Die Verunglimpfung einer ungeliebten Opposition, die zeitgeistige Kapriolen kritisch hinterfragt. Mit „reaktionär“ hat das nicht das geringste zu tun. Diese Vokabel wurde vor schon Jahrzehnten  von Nazis und Kommunisten gleichermaßen missbraucht und gilt als verbrannt. Die Geschichte hat uns gelehrt: Gerade diejenigen, welche ihre Gegner als „Reaktionäre“ beschimpften, marschierten starrsinnig in die falsche Richtung bis in den Untergang. Das sollte uns eine Lehre sein.   

Nachtrag: Gestern übten Linksradikale in Berlin mal wieder Bürgerkrieg in der Rigaer Straße: Brennende Barrikaden, Wurfgeschosse, Knüppel. Sechzig verletzte Polizisten. Für die RP nicht erwähnenswert; kein Sterbenswörtchen. Denn die Gefahr kommt ja von rechts. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

   Mit freundlichen Grüßen  Bernd Ulrich 

Reaktionär

RP: Recht auf Falschberichterstattung

Kein Zweifel: Die Rheinische Post befindet sich bereits im Wahlkampfmodus. Anders sind die Nickeligkeiten gegen die AfD selbst im Sportteil (!) nicht zu erklären. Hier das jüngste Beispiel: In der Berichterstattung über eine Ratsdebatte zum Thema Handball in Ratingen wird  der  Fraktionsvorsitzende Werner Kullmann in der Ausgabe vom 13.5.wie folgt verunglimpft: „Werner Kullmann (AfD) weist zunächst auf seine eigene sportliche Vergangenheit (unter anderem „jahrelang Kassierer bei einem Fußball-Bundesligisten“) hin“KassiererDie Absicht ist eindeutig: Werner Kullmann soll  lächerlich gemacht werden. Es wird so getan, als wenn seine Sportlerkarriere im wesentlichen diejenige eines Kassierers gewesen sei. Daß  er mehrfach an Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in der Seniorenklasse teilgenommen hat und gute Platzierungen erreichte, wird dem Zeitungsleser absichtsvoll vorenthalten.

Das wollte Werner Kullmann nicht auf sich sitzen lassen. Hier aus dem Beschwerdebrief an die RP :

…..Richtig ist vielmehr: Werner Kullmann war nie Kassierer bei einem Fußballbundesligisten und hat derlei auch nie behauptet. Werner Kullmann äußerte sich wortgemäß bei der Sitzung des HAFA wie folgt: „Als Kassierer einer Ratinger Handballmannschaft, die ich bis in die 2. Bundesliga begleitete, weiß ich, was eine Kontaktsportart ist. (Das wusste Herr Vogt von der BU anscheinend nicht). In der Leichtathletik habe ich für Ratingen die Deutschen Senioren Meisterschaften mitgemacht, da (in dieser Sportart) ist es nicht so (Kontakt, Halle).

Die Handballer, die aufsteigen wollen (RP nach oben kommen wollen?), haben noch ihren Beruf und dort Kontakte. (Zu Mitarbeitern außerhalb der Handballmannschaft). Deshalb ist es für mich unter den Corona Gesetzen ein NoGo. Ich bin gegen eine Bevorzugung einer Mannschaft im Kontaktsport in der Halle. Deshalb lehne ich diesen Antrag ab. Sie (die Sportler) können sich noch später auszeichnen. Sie sind ja keine Profis, wie z.B. Bayern München. (Die nur davon leben)

 Wir fordern Sie hiermit auf, die unwahre Tatsachenbehauptung unverzüglich aus Ihrem Online-Artikel zu entfernen und in der nächsten Ausgabe Ihrer Printzeitung eine entsprechende vollständige Richtigstellung abzudrucken.   Andernfalls behalten wir uns presserechtliche Schritte vor. – Der derzeitige Text gibt zudem durch die Wortkombination  „ Sportliche Vergangenheit als Kassierer“  den so Dargestellten unverdientermaßen der Lächerlichkeit preis. Die Richtigstellung hat dies „richtig zu stellen“.  

 Werner Kullmann ergänzt: „Die Bezeichnung „Kassierer“ gab es tatsächlich damals im DJK Turnerbund 08 Ratingen. Die habe ich auch so weitergegeben als „Kassierer eines Ratinger Sportvereins, dessen Handballmannschaft ich bis zur 2. Bundesliga begleitet habe“. Außerdem war ich über 50 Jahre Mitglied im besagten DJK Turnerbund 08 Ratingen, mehrere Jahre im Vorstand und als Leichtathlet erfolgreich, für den Verein zweimal mit dem 4. Platz im Dreisprung der Deutschen DJK Meisterschaften und einmal Niederrheinmeister, bevor ich vor 3 Jahren als ältester Wettkampfsportler in die Leichtathletikabteilung des TV Ratingen wechselte.“

 Tatsächlich bequemte sich die RP zu einer unvollständigen Korrektur im Online-Ausgabe. Fußball wurde gegen Handball ausgewechselt. Das war‘s. Interessant ist die Begründung der Rheinischen Meinungsmacher, Zitat:  „..Obwohl es sich bei dem von Ihnen angesprochenen Fehler um eine falsche Tatsachenbehauptung handelt, setzt der Berichtigungsanspruch zusätzlich voraus, dass die Berichtigung des Textes zur Beseitigung einer fortdauernden Rufbeeinträchtigung des Betroffenen erforderlich ist. Dabei ist das Berichtigungsinteresse des Betroffenen gegen das Interesse der Medien abzuwägen, eine einmalig geäußerte Behauptung nicht förmlich zurücknehmen zu müssen, da dies einen recht schweren Eingriff in die Pressefreiheit darstellt….“

 Im Klartext: Eine falsche Tatsachenbehauptung ist durch Pressefreiheit gedeckt. Da verschlägt es einem glatt die Sprache, da fehlen einfach die Worte. Hier die passende Antwort: 

Sehr geehrte Frau…

  haben Sie Dank für Ihre Erläuterungen, die nichtsdestotrotz ein Gefühl der Bitterkeit zurücklassen. Denn natürlich ist mein Ansehen beschädigt und das war auch die eigentliche Absicht des Autors in diesem Absatz. Ob nun Handball- oder Fußballmannschaft ist letztlich unerheblich für die Rezeption beim Leser, zumal die unvollständige Korrektur ohnehin hinter einer Bezahlschranke verborgen ist. Meine Reputation besteht aber vornehmlich in der Begleitung einer hochklassigen Handballmannschaft, denn Hallenhandball und nicht Fußball war hier Thema in dem Artikel.

 Der Text suggeriert, daß meine sportliche Vergangenheit im wesentlichen die eines Kassierers war. Damit wird meine Person und meine Sportkompetenz im Gesamtzusammenhang der Lächerlichkeit preisgegeben. Selbst früher Leistungssportler, habe ich zudem nicht nur Vorstandsarbeit gemacht, sondern auch mit den Handball-Leistungssportlern meines Vereins vor ihrem Aufstieg mit trainiert. Wer sollte sich da von den anwesenden Kommunalpolitikern als betroffener Sportler und Vereinsfunktionär besser auskennen? Dass ich zudem noch vor 2 Jahren zu Deutschen Senioren Meisterschaften der Leichtathletik für Ratingen angetreten bin, wird wissentlich verschwiegen oder als „Erzählungen“ abgetan. Denn in dem nächsten Absatz folgte noch hämisch:  „…die Grünen lehnen den Antrag auch ab ganz ohne Erzählungen von eigenen sportlichen Betätigungen“.

 Sie weigern sich, in der Druckausgabe eine Berichtigung vorzunehmen und zwar mit Hinweis auf „Pressefreiheit“. Wenn Pressefreiheit nach dieser Definition auch bewusste Falschmeldungen und das Weglassen wichtiger Kontext-Informationen  beinhaltet: Dann brauchen Sie sich über Zuschreibungen wie „Lückenpresse“ oder gar „Lügenpresse“ nicht zu wundern.

 Die fragliche Druckausgabe hatte eine Auflage von über 5.000 Exemplaren. Auch wenn es sich nur um eine Tagesmeldung handelte: Es bleibt immer etwas hängen.  

 Ihr juristisch formuliertes Schreiben werden wir in dieser Form nicht veröffentlichen. Den Vorgang als solchen werden wir auf unseren sozialen Netzwerken thematisieren. Diese „Freiheit“ nehmen wir uns.

MfG Werner Kullmann 

Soweit der Text von Werner Kullmann. Nebenbei bemerkt: In der Doppelausgabe vom 13.5 (Himmelfahrt) war die genannte Gehässigkeit die einzige (!) Erwähnung der AfD überhaupt. Die RP gibt sich nämlich  alle Mühe, außer einem gelegentlichen Verriss nichts von der größten Oppositionspartei im Bundestag zu berichten.

Frohe Pfingsten!

BDI: Da ist der Wurm drin

Die Lektüre der Rheinischen Post ist gewiss kein Vergnügen sondern lästige Pflicht. Man muß ja informiert sein über das, was einem unbedarften Publikum wieder an Schwachsinn angedreht wird. Am Samstag gab mal wieder so ein Fundstück: https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/bdi-praesident-russwurm-der-lockdown-muss-so-schnell-wie-moeglich-enden_aid-56351069

Es war nicht anders zu erwarten: Die Redakteure haben dem neuen BDI-Präsidenten das Zuckerstückchen hingehalten und er hat willig zugelangt. Während an manchen Tagen die größte deutsche Oppositionspartei mit keinem Sterbenswörtchen in der Rheinischen Post  erwähnt wird, versucht man dem frischgebackenen BDI-Präsidenten die gewünschte Missbilligung der AfD zu entlocken. Und er liefert willig:

RP: Lassen Sie uns über Politik reden. Joe Kaeser, Ihr früherer Kollege bei Siemens, zuletzt dort Vorstandschef, warnt offen vor der Wahl der AfD. Sollten sich deutsche Manager öfter politisch äußern?

RUSSWURM Es ist mehr als richtig, dass Unternehmer und Manager in dieser Frage Haltung zeigen. Für mich ist klar: Die AfD schadet dem Industriestandort Deutschland. Wir leben von Weltoffenheit, die Welt ist unser Markt. Wir müssen attraktiv bleiben für schlaue Köpfe aus dem Ausland. Die Reputation des Standortes ist in Gefahr, wenn eine Partei wie die AfD die fremdenfeindliche Stimmung in der Bevölkerung schürt.

Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen:  Da fordert die AfD seit Jahren ein Einwanderungsgesetz, damit fähige Köpfe ins Land kommen. Und genau das wird von den Altparteien quer durch die Bank seit Jahren bis zum heutigen Tag verschleppt.  Denn dann müsste man ja Farbe bekennen wen man im Land haben möchte und wen nicht. Ein Verfahren, wie es klassische Einwanderungsländer wie Kanada,  Australien und die USA seit langem mit Erfolg  praktizieren.

Geradezu grotesk ist allerdings die Rußwurmsche Einlassung, daß die Opposition „dem Industriestandort Deutschland schade“. Geht’s noch? In anderen Ländern gibt es viel gewichtigere migrationskritische Parteien mit deutlich höheren Stimmenanteil. Hat man je davon gehört, daß etwa die Franzosen weniger Atomtechnik oder Champagner exportieren, weil sich die Kunden durch Marie le Pen abgestoßen fühlen könnten? Daß Belgien weniger Bier und Schokolade verkauft weil es einen Vlaams Belang im Land gibt? Daß Ikea weniger Billy-Regale an den Mann oder die Frau bringt wegen der Umtriebe von Schwedendemokraten? Fiat und Ferrari unter Umsatzeinbrüchen leiden wegen der Lega? Nein und nochmals nein!  Kompletter Schwachsinn!

Wenn etwas das Image der deutschen Industrie im Ausland beschädigt dann sind es die doch hausgemachten Skandale in den Konzernzentralen. Allen voran Dieselgate und die Korruptionsaffären im Hause Siemens. Ich betone: Siemens. Dort, wo der frischgebackene BDI-Präsident seine Karriere machte.  Wie titulierte das angesehene deutsche „Managermagazin“: „Wer sich mit Korruption in der deutschen Wirtschaft beschäftigt, kommt am Siemens-Konzern nicht vorbei.“ Und weiter:  „Im Herbst 2006 stürmten mehrere hundert Beamte in Siemens-Geschäftsräume an zahlreichen Standorten sowie in Privatwohnungen hoher Mitarbeiter. Die Razzia bildet den Auftakt zur wohl größten Korruptionsaffäre der deutschen Wirtschaftsgeschichte.“ http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/siemens-daimler-ferrostaal-die-groessten-korruptionsfaelle-fotostrecke-127536.html  Man beachte: Zu jener Zeit hatten sowohl Herr Käser als auch Herr Rußwurm schon Führungspositionen in diesem korrupten Laden.

Nein, mit dem peinlichen Kotau schmeichelt sich der neue BDI-Boss lediglich bei Schwarz-Rot-Grün ein. Er befindet sich damit in guter, bzw. schlechter Gesellschaft mit seinem Ex-Chef, dem sein Name zu „deutsch“ war für das internationale Parkett und der sich deswegen flugs in Joe Kaeser umtaufte.  Sein peinliches Geschwätz über BDM und Kopftuchmädchen, mit dem er ganze Generationen unserer Mütter und Großmütter verunglimpfte, ist noch in unguter  Erinnerung. Auch sonst war der Uncle Joe aus München für manches Fettnäpfchen gut: Man erinnere sich an das peinliche Anwanzen bei Donald Trump oder an seinen Eiertanz um das Fortbestehen des Siemenswerkes in Görlitz. Der Herr Rußwurm scheint aus gleichem Holz geschnitzt wie sein Ex-Boss.

Mit dem Schlag unter die Gürtellinie gegen die AfD schleimt sich der BDI-Präsident nun also bei der hohen Politik ein. Deswegen vernimmt man aus seinem Mund auch kaum Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung. Da war ein Hans-Olaf Henkel seligen Andenkens als BDI-Chef noch ein ganz anders Kaliber. Der hatte einer links-grünen CDU-Politik noch klare Kante gezeigt. So in seinem Buch „Die Abwracker“, gemünzt auf das tonangebende Establishment. – Dergleichen ist vom neuen  Vorsitzenden nicht zu erwarten.

Keine guten Aussichten für die deutsche Industrie, die sich in den kommenden Jahren auf einige Zumutungen destruktiver grüner Regierungspolitik gefasst machen muß. Ach ja: Natürlich ist  auch er für Quotenfrauen in Chefsesseln.

 

Ein Jahr Corona

Ein Jahr Corona RP vom 19.02.21

Von einer großen Zeitung ,wie die RP hätte ich doch zu dem Thema mehr erwartet.
Wie sieht es eigentlich mal aus mit einer Kritik an dem unverhältnismäßigen Lockdown?
Die Panikmache seit einem Jahr wirkt und die meisten Menschen haben längst die rationale Ebene verlassen. Dabei wäre so einfach, die überall veröffentlichten Zahlen in den richtigen Kontext zu setzen. Dann würde man auch schnell sehen, dass wir zu keiner Zeit eine Pandemie hatten und auch das Gesundheitssystem nie an der Belastungsgrenze war. Wir hatten in der Vergangenheit schon wesentlich stärkere Grippewellen mit wesentlich mehr Toten und da hatte niemand so ein Bohei darum gemacht.
Da wäre die Welt vorbildlich:
Noch schärfer kritisiert die Zeitung „Die Welt“: „Für keine der geforderten Maßnahmen nennt die Stellungnahme eine belastbare wissenschaftliche Quelle, nennt sie wissenschaftlich gesicherte kausale Zusammenhänge.“

Die Tageszeitung schreibt weiter: „Die sogenannte Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina ist aber alles andere als ein wissenschaftliches Dokument,“ sie sei vielmehr „ein Sammelsurium von sorgenvollen Aussagen über die aktuelle Situation, kombiniert mit einigen drastischen Vorschlägen, die ihre Autorität daraus ziehen sollen, dass die Autoren nun einmal in leitenden Funktionen im Forschungsbetrieb tätig sind“.

Der wissenschaftliche Gehalt der Leopoldina-Expertise sei „so gering, dass wohl jede aufmerksame Zeitungsleserin, jeder ‚Tagesschau‘-Zuschauer und jede internetaffine Gymnasiallehrerin den Text hätte verfassen können, einschließlich der Diagramme, die den Infektionsverlauf in Irland und in Deutschland miteinander vergleichen – eine Grafik, die der Autor dieser Zeilen innerhalb von weniger als einer Minute auf einer bekannten Datenplattform zusammenklicken könnte“.

Vernichtender hätte die Kritik an „Wissenschaftlern“, die der Bundesregierung stets zu Diensten sind, kaum ausfallen können.
(Eingesandt von Wolfgang Dietrich)

Zitterattacken Spätestens anlässlich der Zitterattacken ist mir klar geworden, dass es bei Frau Merkel intrapsychisch ziemlich rumoren muss.
Es besteht ein bizarrer Widerspruch zwischen der autoritär verfügten Freiheitsbegrenzung im Rahmen der SARS-cov2-Pandemie und der moralistisch begründeten totalen Entgrenzung im Rahmen der Migrationskrise.
Da wo es rumort, denkt es sich schlecht. Reflexion und Verantwortungsethik gehen den Bach runter.
So langsam beschleicht mich jetzt doch das Gefühl dass die Flammenschrift an der Wand erschienen ist.“Mene Tekel, gewogen und zu leicht empfunden“ Es kommt harsche Kritik von unerwarteter, d.h. linker, Seite. In Treue fest stehen nur noch die CDUler, die blindlings mit ihr nach links abgedriftet sind. Aber sie warnen: Jetzt muss es anders gehen sonst sei es „existenzbedrohend“. Für wen? Ich habe mich schon einige Male zu früh gefreut. Aber die Jagd scheint auf zu sein. (Eingesandt von Wolfgang Dietrich 2. Februar 2021)

Sie ist wieder da!

Es ist unsere alte Bekannte Julia Rathcke! Zusammen mit ihrem Gönner und Mentor Michael Bröcker hatte sie vor fast drei Jahren der RP den Rücken gekehrt. Nun ist sie halt wieder da. Seit ein paar Monaten. Im alten Metier. In der Samstagsausgabe der Rheinischen Post. Da wird von unserer alten Bekannten ganz undamenhaft kräftig geholzt: Neonazis, Antisemiten, geistige Brandstifter, Extremisten, Rassisten usw. Das volle Programm. Leider  ist der Artikel online hinter einer Bezahlschranke verborgen: https://rp-online.de/politik/deutschland/plaene-fuer-die-afd-beobachtung-durch-den-verfassungsschutz_aid-55774635 Wer Julia Rathcke konsumieren möchte, der muß vorher bezahlen. Oder die Zeitung kaufen:

Einst schrieb ich von den auf die AfD abgerichteten Wadenbeißern, die hierzulande in allen gleichgeschalteten Redaktionsstuben anzutreffen sind. Diese Formulierung  ist inzwischen hochgradig politisch inkorrekt. Gendergerecht müsste es jetzt heißen: „Wadenbeißer*innen“. Bekanntlich wurde Julia Rathcke dereinst von damaligen Chefredakteur Bröcker nach dessen eigenen Worten auf die AfD „angesetzt“. Und die derart  Beauftragte hat zur Zufriedenheit ihres Auftraggebers geliefert, auch wenn der „Annäherungsversuch“ an Markus Pretzell und dessen Ex-Frau damals nicht gerade von Erfolg gekrönt war:  https://wp.me/p80VcB-21.   2017 hatte mir die nach eigenen Worten nicht mehr  jugendliche Redakteurin noch ein Treffen in Aussicht gestellt:

Ich bin jung, aber mit knapp 30 Jahren wohl doch nicht mehr jugendlich und Volontärin auch längst nicht mehr, sondern Politikredakteurin. Zudem ist es nie die Entscheidung eines einzelnen Redakteurs/einer einzelnen Redakteurin, womit wir die Zeitung aufmachen. Was auf der Titelseite steht – und nicht nur das – geschieht immer auch in Absprache mit der Chefredaktion. Alles weitere gerne bei Zeiten im persönlichen Gespräch.

Durch meinen Blogeintrag: „Ratten und Rheinische Post“  hatte ich sie indessen offenbar so verprellt, daß sie sich nicht mehr zu dem Gespräch bereitfand.

Nun ist sie wieder da, unsere vertraute Julia. Vor ein paar Wochen stolperte ich eher zufällig über ein frisches Machwerk aus ihrer Feder. Brachte sie doch da zu Papier, daß die ganzen Geschichten um Wahlfälschungen bei Trump als auch bei der AfD nicht weiter sind als Quatsch und üble Hirngespinste. Dem Kundigen entlockt das bestenfalls ein müdes Lächeln. Hatte doch selbst die einst seriöse FAZ eingeräumt, daß die zahlreichen Zählfehler bei Wahlzetteln zu Lasten der AfD nicht zufällige zustande kommen. Seis drum. Aber am Samstag wurde richtig geklotzt:

Reichsbürger, Rassisten, Antisemiten und Islamfeinde –  Gegner der Demokratie gehören zur DNA dieser Partei seit Ihrer Gründung“

Rheinische Post vom 23.Januar 2021

Schlimmer geht’s nimmer. Logisch, daß Julia Rathcke es kaum noch nicht erwarten kann, daß Haldenwang und seine Truppe endlich gegen Alternative für Deutschland  loslegen.

An die Adresse von Frau Rathcke: Herr Haldenwang hätte in Augen seiner obersten Chefin, die ihn auf den Posten platziert hatte, einen lausigen Job gemacht, wenn er die AfD nicht zum Beobachtungsfall erklären würde. Die Intention ist klar: Es geht keineswegs um irgendeinen Erkenntnisgewinn durch Beobachtung, wie vielleicht simple Gemüter vermuten mögen.  Die AfD sammelt keine Waffen und baut keine Bomben für einen gewaltsamen Umsturz. Es werden auch keine Autos angezündet oder Polizeistationen angegriffen noch werden Polizisten mit Fäkalien beworfen, so wie es inzwischen zur linken Folklore gehört.  Vielmehr werden durch die Verkündung des „Beobachtungsfalls“  Beamte und öffentlich Bedienstete  davon abgehalten, sich bei der AfD aktiv zu engagieren. Ein Effekt, der jetzt bereits Wirkung zeigt.

Haldenwang und seine Einflüsterer gehen ein hohes Risiko ein. Sofern die AfD bei der nächsten Bundestagswahl nicht unter 5% gedrückt wird (was unwahrscheinlich ist), ist das Spiel für die Schlapphüte und  ihre Strippenzieher  verloren.  Zwar mahlen die Mühlen der deutschen Justiz sehr langsam, aber das Verfassungsgericht wird den „Beobachtungsfall“ irgendwann kassieren. Das wäre eine Riesenblamage für Haldenwang und ein Persilschein für die AfD, die aus dieser Auseinandersetzung gestärkt hervorgehen wird.

Silvesterbotschaft in der RP: Ausländerfeindliches

Im Westen nichts Neues: Wieder mal die alte Leier von der angeblich ausländerfeindlichen AfD. Herr Dr. Martin Kessler serviert uns diese Unappetitlichkeit zum Jahresausklang gleich im zweiten Satz  seines Leitartikels in der RP. Da vergeht einem die Lust auf die weitere Fortsetzung der Lektüre.

RP 31.12.2021

Schon Dr. Goebbels wusste: Eine Lüge muß nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie schließlich geglaubt. Mit Dr. Kessler hatte ich schon vor Jahren Korrespondenz um ihn von seiner sturen, starrköpfigen AfD-Phobie und der infamen Unterstellung einer gebetsmühlenhaft immer aufs Neue wiederholten Ausländerfeindlichkeit abzubringen. Daher zum x-ten Mal, damit es sich jeder hinter die Ohren schreibt:

Niemand, den ich von den Parteifreunden kenne, hat etwas gegen die koreanische Krankenschwester, den türkischen Gemüsehändler, den persischen Augenarzt, den japanischen Geschäftsmann, den griechischen Schneider  oder den Programmierer aus Indien oder China, um nur einige zu nennen.    Aber gegenüber Zwangsverheiratungen, Vollverschleierungen, Genitalverstümmlung an Kindern, arabischen Clans die ganze Stadtteile und Behörden terrorisieren, Parallelgesellschaften und  Scharia-Gerichte  gibt es hierzulande doch noch einige Vorbehalte, nicht nur bei der AfD. Es ist schlichtweg eine unverschämte Dreistigkeit und Impertinenz, diese berechtigte Skepsis als „Ausländerfeindlichkeit“ zu etikettieren! 

Ich spreche nicht nur für mich, sondern für die Gesamtheit aller mir persönlich bekannten AfD-Anhänger:

Jeder, der willens und fähig ist zum Wohlergehen dieses Landes beitragen, ist hier herzlich willkommen!

 Und genau deswegen fordert die AfD seit Anbeginn ein Einwanderungsgesetz. Ein Immigrationsgesetz, wie es die klassischen demokratisch verfassten Einwanderungsländer wie Australien oder Kanada längst haben. „Einwanderung braucht klare Regeln“, so lauteten schon 2013 die Plakate der AfD, lange vor der Eskalation im September 2015. Es ist bezeichnend für die deutschen Regierungsparteien, daß sie sich seit Jahrzehnten vor dieser gesetzgeberischen Aufgabe drücken. Lieber lässt man die Dinge so weiterlaufen wie bisher: Chaotisch und ungeordnet. „Jetzt sind sie nun mal da“, so lautet ein geläufiges Bonmot der Regierungschefin.  Wer es wagt, an diesem unverantwortlichen Laissez-Faire Kritik zu üben, den trifft das  Verdikt „Fremdenfeindlich“.

Zurück zur Rheinischen Post: Tatsächlich enthielt das  umfangreiche Silvester-Elaborat des Dr. Martin Kessler keinerlei neue Erkenntnis. Statt dessen die bekannten Beruhigungspillen: „Wir schaffen das, alles wird gut“.

Schön wärs.

Mit freundlichen Grüßen,   Bernd Ulrich

Mit Verlaub: Reinhold Michels zum Abschied

Gegen den Strom

Reinhold Michels hat sich verabschiedet. Die letzte wertkonservative Stimme in der Rheinischen Post ist nun nicht mehr. Schon vor Jahren musste der ihm wesensverwandte Klaus Kelle bei der RP  seinen Abschied nehmen.

Reinhold Michels hat mir nie auf meine Briefe geantwortet.  Dabei hatte ich ihn oft direkt angeschrieben. Ich habe nämlich seine Aufforderung: „Schreiben Sie dem Autor“ ,  die übliche Floskel in der Tageskolumne, ernst genommen. Natürlich habe ich längst nicht alles kommentiert, was Herr Michels so im Laufe der Zeit zu Papier gebracht hat. Denn das Meiste konnte man einfach kommentarlos stehen lassen.

Ich nehme ihm sein Schweigen zu meinen Zuschriften nicht übel. Vollprofis hinterlassen nun mal keine Spuren; erst recht keine schriftlichen. Vermutlich hat er im Laufe seines Schaffens tausende an Leserbriefen bekommen. – Meine Kommentare wurden naturgemäß weniger, nachdem in unserem Haushalt das RP-Abo im September 2017 gekündigt wurde. Die täglichen Stänkereien  gegen die AfD hatten ein…

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Eine Frauenquote für Straßennamen

Sehr geehrter Herr Ruhnau,

zu obiger Meldung hier meine Leseräußerung:

Es scheint ein speziell deutsches Phänomen zu sein, dass Moralbewegte und notorische Besserwisser das Verhalten und die Äußerungen von Persönlichkeiten der Vergangenheit an heutigen Werten und oft kleinkarierten Maßstäben messen. Ich bin überzeugt, gerade solche übereifrigen (Straßen-)Schilderstürmer wären bei den Hexenverbrennungen in vorderster Reihe gestanden oder hätten als geistige Blockwarte dem jeweiligen System treue Dienste geleistet.
Es darf daran erinnert werden, wie nach der Inthronisierung von Lafontaine im Saarland ein massenhafter Eintritt von Beamten und Lehrern in die SPD erfolgte, weil man sich davon eine bessere Karriere versprach. Auch im dritten Reich sind Menschen aus diesem Grund in die Partei eingetreten. Aber die heutigen Jakobiner sitzen auf dem hohen Ross und wissen im Nachhinein natürlich alles besser.

Mit freundlichen Grüßen   Hans-Dirk Krämer

Artikeltext:  https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-eine-frauenquote-fuer-strassennamen_aid-48869523