BDI: Da ist der Wurm drin

Die Lektüre der Rheinischen Post ist gewiss kein Vergnügen sondern lästige Pflicht. Man muß ja informiert sein über das, was einem unbedarften Publikum wieder an Schwachsinn angedreht wird. Am Samstag gab mal wieder so ein Fundstück: https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/bdi-praesident-russwurm-der-lockdown-muss-so-schnell-wie-moeglich-enden_aid-56351069

Es war nicht anders zu erwarten: Die Redakteure haben dem neuen BDI-Präsidenten das Zuckerstückchen hingehalten und er hat willig zugelangt. Während an manchen Tagen die größte deutsche Oppositionspartei mit keinem Sterbenswörtchen in der Rheinischen Post  erwähnt wird, versucht man dem frischgebackenen BDI-Präsidenten die gewünschte Missbilligung der AfD zu entlocken. Und er liefert willig:

RP: Lassen Sie uns über Politik reden. Joe Kaeser, Ihr früherer Kollege bei Siemens, zuletzt dort Vorstandschef, warnt offen vor der Wahl der AfD. Sollten sich deutsche Manager öfter politisch äußern?

RUSSWURM Es ist mehr als richtig, dass Unternehmer und Manager in dieser Frage Haltung zeigen. Für mich ist klar: Die AfD schadet dem Industriestandort Deutschland. Wir leben von Weltoffenheit, die Welt ist unser Markt. Wir müssen attraktiv bleiben für schlaue Köpfe aus dem Ausland. Die Reputation des Standortes ist in Gefahr, wenn eine Partei wie die AfD die fremdenfeindliche Stimmung in der Bevölkerung schürt.

Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen:  Da fordert die AfD seit Jahren ein Einwanderungsgesetz, damit fähige Köpfe ins Land kommen. Und genau das wird von den Altparteien quer durch die Bank seit Jahren bis zum heutigen Tag verschleppt.  Denn dann müsste man ja Farbe bekennen wen man im Land haben möchte und wen nicht. Ein Verfahren, wie es klassische Einwanderungsländer wie Kanada,  Australien und die USA seit langem mit Erfolg  praktizieren.

Geradezu grotesk ist allerdings die Rußwurmsche Einlassung, daß die Opposition „dem Industriestandort Deutschland schade“. Geht’s noch? In anderen Ländern gibt es viel gewichtigere migrationskritische Parteien mit deutlich höheren Stimmenanteil. Hat man je davon gehört, daß etwa die Franzosen weniger Atomtechnik oder Champagner exportieren, weil sich die Kunden durch Marie le Pen abgestoßen fühlen könnten? Daß Belgien weniger Bier und Schokolade verkauft weil es einen Vlaams Belang im Land gibt? Daß Ikea weniger Billy-Regale an den Mann oder die Frau bringt wegen der Umtriebe von Schwedendemokraten? Fiat und Ferrari unter Umsatzeinbrüchen leiden wegen der Lega? Nein und nochmals nein!  Kompletter Schwachsinn!

Wenn etwas das Image der deutschen Industrie im Ausland beschädigt dann sind es die doch hausgemachten Skandale in den Konzernzentralen. Allen voran Dieselgate und die Korruptionsaffären im Hause Siemens. Ich betone: Siemens. Dort, wo der frischgebackene BDI-Präsident seine Karriere machte.  Wie titulierte das angesehene deutsche „Managermagazin“: „Wer sich mit Korruption in der deutschen Wirtschaft beschäftigt, kommt am Siemens-Konzern nicht vorbei.“ Und weiter:  „Im Herbst 2006 stürmten mehrere hundert Beamte in Siemens-Geschäftsräume an zahlreichen Standorten sowie in Privatwohnungen hoher Mitarbeiter. Die Razzia bildet den Auftakt zur wohl größten Korruptionsaffäre der deutschen Wirtschaftsgeschichte.“ http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/siemens-daimler-ferrostaal-die-groessten-korruptionsfaelle-fotostrecke-127536.html  Man beachte: Zu jener Zeit hatten sowohl Herr Käser als auch Herr Rußwurm schon Führungspositionen in diesem korrupten Laden.

Nein, mit dem peinlichen Kotau schmeichelt sich der neue BDI-Boss lediglich bei Schwarz-Rot-Grün ein. Er befindet sich damit in guter, bzw. schlechter Gesellschaft mit seinem Ex-Chef, dem sein Name zu „deutsch“ war für das internationale Parkett und der sich deswegen flugs in Joe Kaeser umtaufte.  Sein peinliches Geschwätz über BDM und Kopftuchmädchen, mit dem er ganze Generationen unserer Mütter und Großmütter verunglimpfte, ist noch in unguter  Erinnerung. Auch sonst war der Uncle Joe aus München für manches Fettnäpfchen gut: Man erinnere sich an das peinliche Anwanzen bei Donald Trump oder an seinen Eiertanz um das Fortbestehen des Siemenswerkes in Görlitz. Der Herr Rußwurm scheint aus gleichem Holz geschnitzt wie sein Ex-Boss.

Mit dem Schlag unter die Gürtellinie gegen die AfD schleimt sich der BDI-Präsident nun also bei der hohen Politik ein. Deswegen vernimmt man aus seinem Mund auch kaum Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung. Da war ein Hans-Olaf Henkel seligen Andenkens als BDI-Chef noch ein ganz anders Kaliber. Der hatte einer links-grünen CDU-Politik noch klare Kante gezeigt. So in seinem Buch „Die Abwracker“, gemünzt auf das tonangebende Establishment. – Dergleichen ist vom neuen  Vorsitzenden nicht zu erwarten.

Keine guten Aussichten für die deutsche Industrie, die sich in den kommenden Jahren auf einige Zumutungen destruktiver grüner Regierungspolitik gefasst machen muß. Ach ja: Natürlich ist  auch er für Quotenfrauen in Chefsesseln.

 

Ein Jahr Corona

Ein Jahr Corona RP vom 19.02.21

Von einer großen Zeitung ,wie die RP hätte ich doch zu dem Thema mehr erwartet.
Wie sieht es eigentlich mal aus mit einer Kritik an dem unverhältnismäßigen Lockdown?
Die Panikmache seit einem Jahr wirkt und die meisten Menschen haben längst die rationale Ebene verlassen. Dabei wäre so einfach, die überall veröffentlichten Zahlen in den richtigen Kontext zu setzen. Dann würde man auch schnell sehen, dass wir zu keiner Zeit eine Pandemie hatten und auch das Gesundheitssystem nie an der Belastungsgrenze war. Wir hatten in der Vergangenheit schon wesentlich stärkere Grippewellen mit wesentlich mehr Toten und da hatte niemand so ein Bohei darum gemacht.
Da wäre die Welt vorbildlich:
Noch schärfer kritisiert die Zeitung „Die Welt“: „Für keine der geforderten Maßnahmen nennt die Stellungnahme eine belastbare wissenschaftliche Quelle, nennt sie wissenschaftlich gesicherte kausale Zusammenhänge.“

Die Tageszeitung schreibt weiter: „Die sogenannte Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina ist aber alles andere als ein wissenschaftliches Dokument,“ sie sei vielmehr „ein Sammelsurium von sorgenvollen Aussagen über die aktuelle Situation, kombiniert mit einigen drastischen Vorschlägen, die ihre Autorität daraus ziehen sollen, dass die Autoren nun einmal in leitenden Funktionen im Forschungsbetrieb tätig sind“.

Der wissenschaftliche Gehalt der Leopoldina-Expertise sei „so gering, dass wohl jede aufmerksame Zeitungsleserin, jeder ‚Tagesschau‘-Zuschauer und jede internetaffine Gymnasiallehrerin den Text hätte verfassen können, einschließlich der Diagramme, die den Infektionsverlauf in Irland und in Deutschland miteinander vergleichen – eine Grafik, die der Autor dieser Zeilen innerhalb von weniger als einer Minute auf einer bekannten Datenplattform zusammenklicken könnte“.

Vernichtender hätte die Kritik an „Wissenschaftlern“, die der Bundesregierung stets zu Diensten sind, kaum ausfallen können.
(Eingesandt von Wolfgang Dietrich)

Zitterattacken Spätestens anlässlich der Zitterattacken ist mir klar geworden, dass es bei Frau Merkel intrapsychisch ziemlich rumoren muss.
Es besteht ein bizarrer Widerspruch zwischen der autoritär verfügten Freiheitsbegrenzung im Rahmen der SARS-cov2-Pandemie und der moralistisch begründeten totalen Entgrenzung im Rahmen der Migrationskrise.
Da wo es rumort, denkt es sich schlecht. Reflexion und Verantwortungsethik gehen den Bach runter.
So langsam beschleicht mich jetzt doch das Gefühl dass die Flammenschrift an der Wand erschienen ist.“Mene Tekel, gewogen und zu leicht empfunden“ Es kommt harsche Kritik von unerwarteter, d.h. linker, Seite. In Treue fest stehen nur noch die CDUler, die blindlings mit ihr nach links abgedriftet sind. Aber sie warnen: Jetzt muss es anders gehen sonst sei es „existenzbedrohend“. Für wen? Ich habe mich schon einige Male zu früh gefreut. Aber die Jagd scheint auf zu sein. (Eingesandt von Wolfgang Dietrich 2. Februar 2021)

Sie ist wieder da!

Es ist unsere alte Bekannte Julia Rathcke! Zusammen mit ihrem Gönner und Mentor Michael Bröcker hatte sie vor fast drei Jahren der RP den Rücken gekehrt. Nun ist sie halt wieder da. Seit ein paar Monaten. Im alten Metier. In der Samstagsausgabe der Rheinischen Post. Da wird von unserer alten Bekannten ganz undamenhaft kräftig geholzt: Neonazis, Antisemiten, geistige Brandstifter, Extremisten, Rassisten usw. Das volle Programm. Leider  ist der Artikel online hinter einer Bezahlschranke verborgen: https://rp-online.de/politik/deutschland/plaene-fuer-die-afd-beobachtung-durch-den-verfassungsschutz_aid-55774635 Wer Julia Rathcke konsumieren möchte, der muß vorher bezahlen. Oder die Zeitung kaufen:

Einst schrieb ich von den auf die AfD abgerichteten Wadenbeißern, die hierzulande in allen gleichgeschalteten Redaktionsstuben anzutreffen sind. Diese Formulierung  ist inzwischen hochgradig politisch inkorrekt. Gendergerecht müsste es jetzt heißen: „Wadenbeißer*innen“. Bekanntlich wurde Julia Rathcke dereinst von damaligen Chefredakteur Bröcker nach dessen eigenen Worten auf die AfD „angesetzt“. Und die derart  Beauftragte hat zur Zufriedenheit ihres Auftraggebers geliefert, auch wenn der „Annäherungsversuch“ an Markus Pretzell und dessen Ex-Frau damals nicht gerade von Erfolg gekrönt war:  https://wp.me/p80VcB-21.   2017 hatte mir die nach eigenen Worten nicht mehr  jugendliche Redakteurin noch ein Treffen in Aussicht gestellt:

Ich bin jung, aber mit knapp 30 Jahren wohl doch nicht mehr jugendlich und Volontärin auch längst nicht mehr, sondern Politikredakteurin. Zudem ist es nie die Entscheidung eines einzelnen Redakteurs/einer einzelnen Redakteurin, womit wir die Zeitung aufmachen. Was auf der Titelseite steht – und nicht nur das – geschieht immer auch in Absprache mit der Chefredaktion. Alles weitere gerne bei Zeiten im persönlichen Gespräch.

Durch meinen Blogeintrag: „Ratten und Rheinische Post“  hatte ich sie indessen offenbar so verprellt, daß sie sich nicht mehr zu dem Gespräch bereitfand.

Nun ist sie wieder da, unsere vertraute Julia. Vor ein paar Wochen stolperte ich eher zufällig über ein frisches Machwerk aus ihrer Feder. Brachte sie doch da zu Papier, daß die ganzen Geschichten um Wahlfälschungen bei Trump als auch bei der AfD nicht weiter sind als Quatsch und üble Hirngespinste. Dem Kundigen entlockt das bestenfalls ein müdes Lächeln. Hatte doch selbst die einst seriöse FAZ eingeräumt, daß die zahlreichen Zählfehler bei Wahlzetteln zu Lasten der AfD nicht zufällige zustande kommen. Seis drum. Aber am Samstag wurde richtig geklotzt:

Reichsbürger, Rassisten, Antisemiten und Islamfeinde –  Gegner der Demokratie gehören zur DNA dieser Partei seit Ihrer Gründung“

Rheinische Post vom 23.Januar 2021

Schlimmer geht’s nimmer. Logisch, daß Julia Rathcke es kaum noch nicht erwarten kann, daß Haldenwang und seine Truppe endlich gegen Alternative für Deutschland  loslegen.

An die Adresse von Frau Rathcke: Herr Haldenwang hätte in Augen seiner obersten Chefin, die ihn auf den Posten platziert hatte, einen lausigen Job gemacht, wenn er die AfD nicht zum Beobachtungsfall erklären würde. Die Intention ist klar: Es geht keineswegs um irgendeinen Erkenntnisgewinn durch Beobachtung, wie vielleicht simple Gemüter vermuten mögen.  Die AfD sammelt keine Waffen und baut keine Bomben für einen gewaltsamen Umsturz. Es werden auch keine Autos angezündet oder Polizeistationen angegriffen noch werden Polizisten mit Fäkalien beworfen, so wie es inzwischen zur linken Folklore gehört.  Vielmehr werden durch die Verkündung des „Beobachtungsfalls“  Beamte und öffentlich Bedienstete  davon abgehalten, sich bei der AfD aktiv zu engagieren. Ein Effekt, der jetzt bereits Wirkung zeigt.

Haldenwang und seine Einflüsterer gehen ein hohes Risiko ein. Sofern die AfD bei der nächsten Bundestagswahl nicht unter 5% gedrückt wird (was unwahrscheinlich ist), ist das Spiel für die Schlapphüte und  ihre Strippenzieher  verloren.  Zwar mahlen die Mühlen der deutschen Justiz sehr langsam, aber das Verfassungsgericht wird den „Beobachtungsfall“ irgendwann kassieren. Das wäre eine Riesenblamage für Haldenwang und ein Persilschein für die AfD, die aus dieser Auseinandersetzung gestärkt hervorgehen wird.

Silvesterbotschaft in der RP: Ausländerfeindliches

Im Westen nichts Neues: Wieder mal die alte Leier von der angeblich ausländerfeindlichen AfD. Herr Dr. Martin Kessler serviert uns diese Unappetitlichkeit zum Jahresausklang gleich im zweiten Satz  seines Leitartikels in der RP. Da vergeht einem die Lust auf die weitere Fortsetzung der Lektüre.

RP 31.12.2021

Schon Dr. Goebbels wusste: Eine Lüge muß nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie schließlich geglaubt. Mit Dr. Kessler hatte ich schon vor Jahren Korrespondenz um ihn von seiner sturen, starrköpfigen AfD-Phobie und der infamen Unterstellung einer gebetsmühlenhaft immer aufs Neue wiederholten Ausländerfeindlichkeit abzubringen. Daher zum x-ten Mal, damit es sich jeder hinter die Ohren schreibt:

Niemand, den ich von den Parteifreunden kenne, hat etwas gegen die koreanische Krankenschwester, den türkischen Gemüsehändler, den persischen Augenarzt, den japanischen Geschäftsmann, den griechischen Schneider  oder den Programmierer aus Indien oder China, um nur einige zu nennen.    Aber gegenüber Zwangsverheiratungen, Vollverschleierungen, Genitalverstümmlung an Kindern, arabischen Clans die ganze Stadtteile und Behörden terrorisieren, Parallelgesellschaften und  Scharia-Gerichte  gibt es hierzulande doch noch einige Vorbehalte, nicht nur bei der AfD. Es ist schlichtweg eine unverschämte Dreistigkeit und Impertinenz, diese berechtigte Skepsis als „Ausländerfeindlichkeit“ zu etikettieren! 

Ich spreche nicht nur für mich, sondern für die Gesamtheit aller mir persönlich bekannten AfD-Anhänger:

Jeder, der willens und fähig ist zum Wohlergehen dieses Landes beitragen, ist hier herzlich willkommen!

 Und genau deswegen fordert die AfD seit Anbeginn ein Einwanderungsgesetz. Ein Immigrationsgesetz, wie es die klassischen demokratisch verfassten Einwanderungsländer wie Australien oder Kanada längst haben. „Einwanderung braucht klare Regeln“, so lauteten schon 2013 die Plakate der AfD, lange vor der Eskalation im September 2015. Es ist bezeichnend für die deutschen Regierungsparteien, daß sie sich seit Jahrzehnten vor dieser gesetzgeberischen Aufgabe drücken. Lieber lässt man die Dinge so weiterlaufen wie bisher: Chaotisch und ungeordnet. „Jetzt sind sie nun mal da“, so lautet ein geläufiges Bonmot der Regierungschefin.  Wer es wagt, an diesem unverantwortlichen Laissez-Faire Kritik zu üben, den trifft das  Verdikt „Fremdenfeindlich“.

Zurück zur Rheinischen Post: Tatsächlich enthielt das  umfangreiche Silvester-Elaborat des Dr. Martin Kessler keinerlei neue Erkenntnis. Statt dessen die bekannten Beruhigungspillen: „Wir schaffen das, alles wird gut“.

Schön wärs.

Mit freundlichen Grüßen,   Bernd Ulrich

Ärzte und Analverkehr

RP vom 24.10.20

Sehr geehrter Herr Latzel,
In Ihrem Artikel vom 24.10.  „Ärzte rechnen … ab“… sinnieren Sie über das neueste Machwerk dieser Sängergruppe: Vor allem der AfD dürfte der Song übel aufstoßen. Das machte mich neugierig. Ich suchte nach dem Lied und wurde schnell fündig. Aus dem Text:

Wo kommen all die zornigen Männer her
Mit ihrer panischen Angst vor Analverkehr?
Ich trete ein in die AfD und dann werd‘ ich schwul, schwul, schwul, schwul.

Mit Verlaub: Was sollte unsereins daran „übel aufstoßen?“  Jeder blamiert sich so gut er kann und von Blödelbarden erwartet man gemeinhin auch nichts anderes. Aber die Rheinische Post?  Homophobie? Schließlich hatte Ihre verflossene Redaktionskollegin Julia Rathcke über die gleichgeschlechtliche Partnerschaft unserer Parteivorsitzenden sogar in einer Überschrift polemisiert. Und es ist kein Geheimnis, daß auch einer unserer NRW-Landtagsabgeordneten entsprechend orientiert sein soll. Also, was soll das ganze? – Blamabel nur, daß die RP-Redaktion glaubt, daraus noch einen Kalauer zu machen.

Bekanntlich ist Deutschland inzwischen ein Land ohne Grenzen, insbesondere die  Grenzen von Anstand und gutem Geschmack sind längst nicht mehr existent.  Verglichen mit dem, was andere Liedermacher an Obszönitäten, Gewalt- und Vergewaltigungsphantasieen mit wohlwollender Billigung des Bundespräsidenten auf der Bühne heraus prusten ist das Elaborat von „Die Ärzte“ noch vergleichsweise harmlos. Die RP hätte ruhig den ganzen Text für ihre unbefangenen Leser abdrucken können, inklusive der Tagträumerei vom Analsex mit AfD-Parlamentariern auf Bänken im Reichstag. Halten wir den Sangeskünstlern zugute, daß sie schlichtweg Geld verdienen müssen in dieser sauren Coronazeit, in der viele Komiker und Musiker am Hungertuch nagen. Mit dem „Kampf gegen Rechts“  schafft man sich schnell Sympathie bei Regierenden und im Öffentlich-Rechtlichen. Die ärztliche Belohnung erfolgte denn auch postwendend: Bei den ARD-Tagesthemen durften die Barden live auftreten. https://www.welt.de/vermischtes/article218509328/Die-Aerzte-spielen-Tagesthemen-Fanfare-live-im-Studio-mit-ernstem-Anliegen.html  Über die Gage wurde nichts bekannt.

MfG  Bernd Ulrich

Siehe auch: https://philosophia-perennis.com/2020/10/24/linke-hass-propaganda-die-aerzte-eroeffnen-tagesthemen-und-finden-die-afd-superschwul/

Mit Verlaub: Reinhold Michels zum Abschied

Gegen den Strom

Reinhold Michels hat sich verabschiedet. Die letzte wertkonservative Stimme in der Rheinischen Post ist nun nicht mehr. Schon vor Jahren musste der ihm wesensverwandte Klaus Kelle bei der RP  seinen Abschied nehmen.

Reinhold Michels hat mir nie auf meine Briefe geantwortet.  Dabei hatte ich ihn oft direkt angeschrieben. Ich habe nämlich seine Aufforderung: „Schreiben Sie dem Autor“ ,  die übliche Floskel in der Tageskolumne, ernst genommen. Natürlich habe ich längst nicht alles kommentiert, was Herr Michels so im Laufe der Zeit zu Papier gebracht hat. Denn das Meiste konnte man einfach kommentarlos stehen lassen.

Ich nehme ihm sein Schweigen zu meinen Zuschriften nicht übel. Vollprofis hinterlassen nun mal keine Spuren; erst recht keine schriftlichen. Vermutlich hat er im Laufe seines Schaffens tausende an Leserbriefen bekommen. – Meine Kommentare wurden naturgemäß weniger, nachdem in unserem Haushalt das RP-Abo im September 2017 gekündigt wurde. Die täglichen Stänkereien  gegen die AfD hatten ein…

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Pressemitteilung: Ablehnung einer Spende für die Malteser in Ratingen

22.1.2020 Die AfD in Ratingen teilt mit:

Der AfD-Stadtverband Ratingen, vertreten durch seinen Sprecher Bernd Ulrich, beklagt die Ablehnung einer Spende in Höhe von 250€, die der Ratinger Ortsgruppe der Malteser zugutekommen sollte. Wie die Rheinische Post berichtete, hatten die Malteser am 22. November diesen Jahres das Jubiläum ihres sechzigjährigen Bestehens mit Vertretern der Parteien und Fraktionen in der Stadthalle in Ratingen gefeiert. Zu diesem Anlass tätigte Bernd Ulrich eine private Spende in Höhe von 250€ auf das Konto der Malteser bei der Erzdiözese Köln, versehen mit dem Hinweis: „Für die Malteser in Ratingen. Vielen Dank“.  Wenige Tage später schickte die Erzdiözese den Betrag kommentarlos zurück.

Auf Nachfrage erläuterte  Kai Vogelmann, Sprecher der NRW-Malteser, in einem Telefonat am Montag dieser Woche gegenüber Bernd Ulrich sinngemäß: Man nähme  Anstoß an der kritischen Haltung der AfD zur Verbringung von Migranten über die Mittelmeerroute nach Europa. Diese Einstellung sei mit kirchlich-katholischen Glaubensgrundsätzen der Malteser nicht vereinbar und daher wolle man keine Spendengelder von Mitgliedern der Alternative für Deutschland annehmen.

Dazu äußert Bernd Ulrich: „ Selbstverständlich habe ich Herrn Vogelmann meine Gesprächsbereitschaft zu jeder Zeit an jedem Ort mit jedem Diskutanten zu dem Thema angeboten. Ich habe auf meine jahrelange Spendenpraxis zugunsten humanitärer Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Cap Anamur  verwiesen. Wir können die erzbischöfliche Dogmatik nicht nachvollziehen.

Wir wissen uns mit unserer Haltung in guter Gesellschaft etwa mit dem Präsidenten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), welcher sich wie folgt geäußert hat: „Wer Menschen aus echter oder inszenierter Seenot aufnimmt, um sie nach Europa zu transferieren, macht sich moralisch mitschuldig am Tode unzähliger Menschen, die erst aufgrund der Taxidienste der sogenannten Seenotretter dazu ermutigt werden, die Einwanderung über das Mittelmeer zu versuchen.“ Und weiter: Die europäische Einwanderungspolitik dürfe nicht kriminellen Menschenschmugglern und den Taxidiensten sogenannter Seenotretter überlassen werden.“

Leider hat die katholische ablehnende Haltung gegenüber der Alternative für Deutschland  bereits in der Vergangenheit Spendendiskriminierung bewirkt: Der Sozialdienst katholischer Frauen verweigerte Spenden, welche zum Schutz gewaltbedrohter Frauen und Kinder bestimmt waren.  Die Rheinische Post hatte darüber berichtet.

Bernd Ulrich: „Meine Spende vom November 2019 war für die Malteser in Ratingen gedacht. Zum einen, um einen Beitrag für ihre Jubiläumsfeier zu leisten, zu der sie mich eingeladen hatten, zum anderen zur Unterstützung ihrer Arbeit hier vor Ort. Es ist ja nicht nur mit dem guten Willen und der Zeit der Ehrenamtlichen getan, sondern Gerätschaften, Material, Ausrüstung und Schulungen kosten Geld. Ich hoffe immer noch einen Weg zu finden, unseren Helferinnen und Helfern in Ratingen die für sie bestimmte Unterstützung zukommen zu lassen.“

Hier nun zum Vergleich, was die Rheinische Post dann tatsächlich abgedruckt hat:

Rheinische Post Ratingen 25. Jan. 2020

Das konnte ich nicht widerspruchslos hinnehmen. Und so schrieb ich erneut an die Ratinger Lokalredaktion:

27.1. 2020  Haben Sie vielen Dank, daß Sie diesen skandalträchtigen Vorgang aufgegriffen haben. Leider ist der Kontext dem unbefangenen Leser nicht ganz verständlich, zumal der Eindruck entstehen konnte, daß es sich bei der Spende um Parteigelder handelt. Dem ist beileibe nicht so; in diesem Fall hätte ich mich sogar der Veruntreuung schuldig gemacht. Ich bitte daher darum, Ihren Lesern  diese Erläuterung zukommen zu lassen:

Bernd Ulrich dementiert, daß es sich bei der Spende an die Malteser um Gelder der Partei handelte. Vielmehr hatte er, wie andere Vertreter der Parteien, eine Einladung zur Jubiläumsfeier erhalten.  Bernd Ulrich: „Es gehört für mich zum guten Ton menschlichen Miteinanders, bei einer Feier, wo ich auf Kosten der Gastgeber Speis und Trank verzehre sowie das Unterhaltungsprogramm genieße, nicht mit leeren Händen zu erscheinen. Deshalb habe ich aus meinem privaten Vermögen diese Spende für die Ratinger Ortsgruppe der Malteser getätigt. Es ist grotesk, einerseits Vertreter der AfD zum Jubiläum der Malteser in die Ratinger Stadthalle einzuladen und anschließend genau diesen Gästen eine Gesinnung zu unterstellen, die sich „gegen die Menschenwürde“ richtet.  Auf meine Nachfrage, worauf er diese Haltung begründet, bezog sich der Pressesprecher Kai Vogelmann mir gegenüber in einem Telefonat sinngemäß auf die kritische Haltung der AfD zur Migration über die Mittelmeerroute. Ich habe daraufhin sowohl im Gespräch als auch schriftlich  um eine Unterredung gebeten, um dieses Vorurteil aus der Welt zu schaffen. Leider wurde dieses Gesprächsangebot bisher nicht angenommen. Ich stehe nach wie vor zu meinem Versprechen, hierüber zu jeder Zeit an jedem Ort mit jedem Kontrahenten eine Diskussion zu führen.“

 Nebenbei bemerkt:  Ich habe bei früherer Gelegenheit auch der Ratinger FDP in Ratingen eine Spende zukommen lassen, wenn ich bei deren Neujahrsempfang verköstigt wurde. —– Ende des Textes der Richtigstellung.

Überflüssig zu erwähnen, daß diese Berichtigung nicht abgedruckt wurde

Ratinger Brauchtumsvereine: Neue Zumutungen der SPD

Normalerweise brauchen wir auf den Blödsinn der Ratinger SPD nicht zu reagieren. Die Unverfrorenheit, mit der die Genossen die örtlichen Brauchtumsvereine vor ihren Karren spannen wollten, reizte mich nun doch zum Widerspruch. Meine zugehörige Zuschrift an die RP, datiert vom 16. März, wurde allerdings deren Leserschaft vorenthalten.

Sehr geehrtes Redaktionsteam,

 ergänzend zu der Stellungnahme unserer Fraktion im Stadtrat zum Vorstoß der SPD teilen wir seitens des Stadtverbandes der AfD in Ratingen mit:

 In diesen Tagen, in denen die Menschen in diesem Land von existentiellen Sorgen und Nöten geplagt werden, hat die Ratinger SPD nichts besseres zu tun als zu versuchen, die heimischen Brauchtumsvereine an die Kandare zu nehmen. Nicht etwa im Sinne eines sozialen menschlichen Miteinanders, sondern zum genauen Gegenteil: Hetze und Ausgrenzung.  Das ist abstoßend und absurd.  Denn anstatt sich der politischen Sachdiskussion zu stellen und die eigenen Fehler selbstkritisch zu reflektieren, übt sich der hiesige SPD-Spitzenkandidat Wiglow  in sachfremder Diffamierung und gehässiger Aufwiegelung. Der verzweifelte Versuch, das organisierte Ratinger Brauchtum gegen die AfD zu instrumentalisieren wird sich als Rohrkrepierer erweisen. Denn die selbstbewussten und bodenständig  verwurzelten  Bruderschaften und Vereinigungen werden sich wohl kaum von dem SPD-Mann, dem es nach dem Bürgermeisteramt gelüstet, Vorschriften machen lassen. Sie werden diese Übergriffigkeit als das betrachten, was es ist: Eine Zumutung.

 Der von den Genossen genannte Verweis auf den Düsseldorfer Klüngel geht fehl: Denn der zitierte Herr Inden ist als der mit dem „Goldenen Schaukelpferd“ dekorierte Organisator der Rheinkirmes bekannt für seine  übergroße Nähe zur hohen Politik, insbesondere zum Düsseldorfer SPD-OB und hat sich damit als unbefangener Ratgeber selber disqualifiziert.  Eine Hand wäscht die andere, daß wussten schon die alten Römer.

 Nun sind wir in Ratingen  von Herrn Wiglow so einiges gewohnt. Erstaunlich ist aber,  daß die für ihre eher ruhige und besonnene Art bekannte Abgeordnete Müller-Witt  in das gleiche Horn tutet. Ein untrügliches Zeichen, wie groß die Angst und Panik der ehemaligen Volkspartei vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit sein muß. Mit derlei Aktionen wird sie indessen den freien Fall nicht mehr aufhalten.  Dabei ist es geradezu grotesk, wenn die  besagte  Landtagsabgeordnete „Respekt und Toleranz“ einfordert. Denn der Vorstoß der Ratinger SPD beinhaltet genau das Gegenteil: Diffamierung  und Diskriminierung. Mit den Spielregeln von Demokratie und Fairness hat das nicht mehr das Geringste zu tun.

 Mit freundlichen Grüßen  Bernd Ulrich

 

Eine Frauenquote für Straßennamen

Sehr geehrter Herr Ruhnau,

zu obiger Meldung hier meine Leseräußerung:

Es scheint ein speziell deutsches Phänomen zu sein, dass Moralbewegte und notorische Besserwisser das Verhalten und die Äußerungen von Persönlichkeiten der Vergangenheit an heutigen Werten und oft kleinkarierten Maßstäben messen. Ich bin überzeugt, gerade solche übereifrigen (Straßen-)Schilderstürmer wären bei den Hexenverbrennungen in vorderster Reihe gestanden oder hätten als geistige Blockwarte dem jeweiligen System treue Dienste geleistet.
Es darf daran erinnert werden, wie nach der Inthronisierung von Lafontaine im Saarland ein massenhafter Eintritt von Beamten und Lehrern in die SPD erfolgte, weil man sich davon eine bessere Karriere versprach. Auch im dritten Reich sind Menschen aus diesem Grund in die Partei eingetreten. Aber die heutigen Jakobiner sitzen auf dem hohen Ross und wissen im Nachhinein natürlich alles besser.

Mit freundlichen Grüßen   Hans-Dirk Krämer

Artikeltext:  https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-eine-frauenquote-fuer-strassennamen_aid-48869523

 

 

Neo-Nazi Anwalt

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/karneval/karneval-duesseldorf-neonazi-anwalt-aktiv-kritik-am-narrencollegium_aid-48212244

Leserbrief:

Sicherlich kann man trefflich darüber streiten, ob ein sich „unpolitisch“ nennender Karnevalsverein gut beraten ist, seinen Vorstand mit politischen „Größen“, zumal mit solchen, die äußerste extreme Positionen einnehmen, zu besetzen. – Die darüberhinaus unverblümt geäußerte Erwartung Ihrer Redakteure, dass bereits ein Rechtsanwalt, der in Ausübung seines Berufs Mandanten aus einem politisch (rechts-)extremen Spektrum vertreten habe, nicht in einen solchen Verein gehöre, ist aber ein journalistisches Armutszeugnis par excellence! – Jede vor Gericht stehende Person hat nach unseren verfassungsgemäßen Grundrechten ein Anrecht auf rechtliche Vertretung und anwaltliche Verteidigung, ohne jeden Unterschied! Wo wollen Sie da denn überhaupt die Grenzen ziehen, etwa erst vor Kinderschändern, Mördern usw.? Oder reicht für die Stigmatisierung und gesellschaftliche Ausgrenzung des Anwalts (vielleicht auch des Arztes, Autohändlers, Bäckers … pp) schon die Richtung oder aber Überschreitung eines bestimmten Grades der politischen Orientierung seines Mandanten (bzw. Patienten, Kunden pp)? Die Erwartung Ihrer Redakteure erinnert fatal an das einstige „Gesunde Volksempfinden“, wonach ein „Deutscher Anwalt“ sich mit bestimmten Personen nicht abzugeben hatte!
Bernd Minzenmay, Dinslaken
(Rechtsanwalt i.R.)