Der Mob der Rheinischen Post

Es passiert nicht alle Tage, daß der Chefredakteur der Rheinischen Post  auf eine Nachfrage von mir reagiert. Zumal ich das Print-Abo der RP schon zum Jahresanfang gekündigt hatte. Ich will nicht diejenigen, die mich als „Rassisten“  beschimpfen, auch noch mit ein paar hundert Euro jährlich alimentieren. Indessen lese ich gelegentlich die über Internet verbreitete „Morgenbotschaft“ des RP-Chefs Michael Bröcker.  So auch seine Feststellung zu Chemnitz:

Und dies veranlasste mich dann zu einer Nachfrage:

Sehr geehrter Herr Bröcker,

Sie schreiben in Ihrer heutigen, als „Medienzirkus“ titulierten Morgenbotschaft: „Weltweit sind die Videoaufnahmen eines schreienden und wütenden Mobs auf den Straßen von Chemnitz zu sehen, der vermeintliche Ausländer jagt, rechte Parolen skandiert und den Hitler-Gruß zeigt, ohne dass die Polizei eingreift“

Es tut mir leid, aber ich habe trotz Bemühens solche Szenen auf den Film- und Fernsehaufnahmen aus Chemnitz nicht erkannt.  Auch die Google-Suche lieferte mir keine entsprechenden Bilder. Vielleicht können Sie auf RP-online die entsprechenden Sequenzen einbinden, insbesondere die, wo ein wütender Mob vermeintliche Ausländer jagt. Auch ein Hinweis, wo diese Bildreportagen zu finden sind, würde mir schon weiterhelfen.  

Besten Dank, mit freundlichen Grüßen

Der Chefredakteur antwortete am Montag wie folgt:

Das Video ist bei Youtube unter dem Stichwort „Chemnitz“ und „Ausländer“ sehr leicht zu finden. Fast 90.000 Abrufe verzeichnet es.

Ich folgte dem Hinweis, begab mich auf die Suche und wurde fündig. Das Ergebnis entsprach nicht meinen Erwartungen. Und so schrieb ich erneut an den Chefredakteur:

Sehr geehrter Herr Bröcker,
Haben Sie herzlichen Dank, daß Sie in Ihrer montäglichen Morgenbotschaft an die Leser auf meine konkrete Frage eingegangen sind.
Ich bin diesem Hinweis gefolgt und stieß  auf dieses Video, das Sie vermutlich im Sinn hatten:https://www.youtube.com/watch?v=AnlbzQ7kze0
Es wird auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse angezeigt und hat, wie von Ihnen beschrieben, etwas über 90.000 Lese-Zugriffe. Allein,  das  gerade mal sechsminütige Amateurvideo   vermag mich nicht zu überzeugen.  Man sieht gelegentlich einige  Menschen, an einer Hand abzuzählen, die schimpfend hinter anderen, die nicht genau zu erkennen sind, hinterherlaufen.  Einen „wütenden Mob“ hätte ich mir anders vorgestellt. Wenn etwa bei uns in einer beliebigen Ruhrgebietsstadt eine Fangruppe vom Dortmundern mit Schalkern aneinandergerät, dann geht es etwas heftiger zur Sache. Das   Filmchen  ist aus mehreren Sequenzen zusammengestückelt und zeigt  zumeist aufgelockert  schlendernde Gruppen, die dummes, unflätiges Zeugs von sich geben.
Es hat wohl seinen Grund, weshalb entgegen üblicher Gepflogenheiten auf Youtube dieses Video weder kommentiert noch bewertet werden kann.

Nochmals  vielen Dank für den Hinweis.

Der Chefredakteur hat darauf nicht mehr geantwortet. Stattdessen hier die Feststellung des sächsischen CDU-Ministerpräsidenten, wiedergegeben in der „Welt“:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article181424984/Kretschmer-zu-Chemnitz-Gab-keinen-Mob-keine-Hetzjagd-keine-Pogrome.html

Dieser Einschätzung haben sich, wie allseits bekannt, zwischenzeitlich auch der Chefredakteur der größten Chemnitzer Tageszeitung, der Bundesinnenminister, der Bürgermeister sowie der Präsident des Verfassungsschutzes angeschlossen.
Lügenpresse ist ein hässliches Wort. Wie sollte man dieses, nicht nur von der RP praktizierten journalistischen Umgang mit den Fakten besser bezeichnen?
Das fragt sich Ihr

Bernd Ulrich

 

Asyl-Abkommen auch mit Griechenland

Leserbrief zur Meldung „Asyl-Abkommen auch mit Griechenland“ in der RP vom 18.08.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

dazu mein Leserbrief:
Der massenhafte Zuwanderungsdruck aus aller Welt ins Sozialparadies Deutschland ist entgegen Politiker- und Pressebeschönigungen nach wie vor ungebrochen.
Für wie dämlich halten Merkel und Seehofer mit ihrer Luftnummer des „Asylabkommens“ eigentlich den Bürger? Wer soll denn an den scheunentoroffenen Grenzen zur Schweiz, nach Frankreich, Belgien und Holland die Wohlstandssucher zu ihrer Asylvergangenheit befragen? Unser Land ist nach allen Seiten offen und die dafür politisch Verantwortlichen offensichtlich nicht ganz dicht. Solange die Grenzen nicht lückenlos kontrolliert werden, sind auch eventuelle Zurückweisungen an den drei Kontrollstellen zu Österreich völlig wirkungslos, ebenso wie Abschiebungen. Man ist einfach nach kurzer Zeit wieder da, und das Spiel beginnt von vorn.

Mit freundlichen Grüßen  Hans-Dirk Krämer

Originalmeldung: https://rp-online.de/politik/deutschland/bundesinnenministerium-einigung-mit-griechenland-ueber-fluechtlingsruecknahme_aid-24931539

 

AfD-Politiker soll kein Beamter sein

Leserbrief zur Meldung „Justizministerium: AfD-Politiker soll kein Beamter sein“ in der RP vom 14.08.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

dazu mein Leserbrief:

Ich halte diesen skandalösen Vorgang für einen Angriff auf unsere Demokratie: Einem vom Volk gewählten Abgeordneten der AfD soll mit nichtssagenden Vorwürfen (Rassismus) die Existenz genommen werden. Vor einiger Zeit sollte auf gleiche Weise ein Polizeibeamter aus Mönchengladbach mit einem politischen Mandat der AfD aus dem Dienst entfernt werden. Was unterscheidet dieses Land eigentlich noch von der türkischen Erdokratie, wo missliebige Funktionsträger ebenso entlassen werden, nur in größerem Umfang? Existenzvernichtung  soll offensichtlich die Auseinandersetzung mit den politisch anders Denkenden vermeiden.
Das ganze hängt zusammen mit einem Webfehler unserer Demokratie, nämlich, dass ein Staatsanwalt weisungsabhängig vom jeweiligen Justizminister ist, wodurch politische Parteiinteressen Einfluss auf staatsanwaltliches Handeln nehmen können.  Ich hoffe, es gibt noch verantwortungsvolle Richter, die diese Willkür nicht mitmachen.

Mit freundlichen Grüßen        Hans-Dirk Krämer

55.000 Visa für Familiennachzug in der RP vom 01.08.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

dazu mein Leserbrief:

Der Familiennachzug funktioniert anscheinend ausschließlich in Richtung Sozialparadies Deutschland. Die Familien sind in den Herkunftsländern bereits in Sicherheit. Daher wäre es logischer, dass die weder erwünschten noch benötigten jungen Männer, statt unsere  Kriminalstatistik aufzublähen, zu ihren Familien nahe den Heimatländern zurückkehren. Das trifft erst recht zu auf die Masche mit den unbegleiteten „Minderjährigen“, die in die Obhut der Eltern gehören statt eine Rundumversorgung durch deutsche Jugendämter für 5.000 €/Monat zu genießen. Die SPD hat jetzt die Ausweitung des Familiennachzuges für  Zuwanderer ohne Bleiberecht erzwungen. Offenbar möchte man noch unter die 5-%-Grenze. Dadurch werden schon im Übermaß vorhandene Parallelgesellschaften weiter gefördert, was auch an der weitgehend gescheiterten Integration von Millionen Türkischstämmiger abzulesen ist, die Erdogan preisen, aber zu 50 % von deutschen Hartz4-Leistungen leben. Die von Merkel eingeleitete und weiter geförderte Umvolkung wird keine zwei Jahrzehnte mehr benötigen, um die Deutschen zur Minderheit in einem „weltoffenen und bunten“ Land zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Dirk Krämer

Originalmeldung hier: https://rp-online.de/politik/deutschland/55000-visa-fuer-familiennachzug-im-ersten-halbjahr-2018_aid-24157287

Jung, männlich, muslimisch,

Es ist schon erstaunlich, dass Frau Schröter auch noch Ausreden für die Menschen hat, die nach Deutschland kommen, Asyl suchen und dann Frauen ermorden oder schänden und vergewaltigen. Es ist gut, dass man sich damit befasst aber nicht auf diese Weise Frau Schröter. Diese Straftäter gehören nicht in unser Land. Es gehört schnellste Aufklärung für Andersgläubige damit sie unsere Werte erkennen und danach handeln können.
Wer das nicht kann, muß mit aller Härte bestraft und danach abgeschoben werden und Ausreden mit „patriarchalischer Gesellschaft“  kann ich nicht gelten lassen.
FG
Volker Sch.
P.S. ich bin weder Anhänger noch Sympathisant der AFD

Originalartikel →hier

 

Erbärmlichen Haltung der Kirchenfunktionäre

Leserbrief zur Meldung „Kardinal Marx wirft Markus Söder Spaltung vor“ in der RP vom 30.04.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,  dazu mein Leserbrief:

Da will Söder ein Zeichen gegen die von Merkel initiierte und geplante weitere Islamisierung unseres Landes durch den andauernden Zustrom von vorwiegend Muslimen setzen, sogleich empören sich ausgerechnet die Kirchenfunktionäre Marx und Bedford-Strohm gegen die Aufhängung von Kreuzen in unserem christlich geprägten Land. Das passt zu ihrer erbärmlichen Haltung beim Besuch des Tempelbergs, wo beide in voreilendem Gehorsam ihr umgehängtes Kreuz versteckt haben.  (Dazu Markus 14,30: Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute, in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.) und Offenbarung 3,16: „Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich aus meinem Munde ausspucken.“)
Mit freundlichen Grüßen

Hans-Dirk K.

Achtundsechziger: Legendenbildung

Am Karsamstag schrieb  RP-Chefredakteur Michael  Bröcker an seine Leser:

…. 50 Jahre danach – für die einen sind die „68er“ wegweisende Revolutionäre und Vorkämpfer für eine liberale Gesellschaft gewesen, andere halten die Wirkmacht der Bewegung schlicht für überschätzt. Dass die „68er“ das Land veränderten, bestreitet indes heute kaum ein Gelehrter. Auch wenn ich erst neun Jahre später geboren wurde, fasziniert mich rückblickend der Kampf gegen autoritäre Strukturen und die Verharmlosung und Vertuschung der Nazi-Taten. ….

Das veranlasste mich zu folgender Klarstellung:

Sehr geehrter Herr Bröcker,

ich beziehe mich auf Ihre karsamstägliche Botschaft an Ihre Leser. Dort schreiben Sie in Bezug auf die 68-er:

Auch wenn ich erst neun Jahre später geboren wurde, fasziniert mich rückblickend der Kampf gegen autoritäre Strukturen und die Verharmlosung und Vertuschung der Nazi-Taten.

Abgesehen von der unbeabsichtigten Doppeldeutigkeit Ihrer Formulierung muß ich der implizierten Behauptung entschieden widersprechen. Denn es ist keinesfalls so, daß die „Nazi-Taten“ vor 1968 verharmlost oder gar vertuscht wurden. Das Gegenteil ist richtig. Ich weiß es besser, denn mit Geburtsjahr 1950 und Abitur 1968 habe ich diese Zeit ganz bewusst erlebt.  Hier die Fakten:

– Die Gefangennahme und Entführung von Adolf Eichmann in Argentinien im Jahre 1960 sowie der nachfolgende Prozess in Jerusalem wurden hierzulande mit einem außerordentlich großen Medien- und Publikumsinteresse tagtäglich über Monate hinweg  verfolgt. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Bilder von dem kleinen Mann in dem Glaskasten im Jerusalemer Gerichtssaal. Natürlich wurden auch die Verbrechen, besonders die abscheulichen medizinischen Versuche eines Josef Mengele an lebenden Opfern  thematisiert, nach dem damals immer noch gefahndet wurde.

– Noch größeres Interesse fand der Auschwitzprozess ab 1963.  Die Namen der KZ-Schergen Wilhelm Boger (Bogerschaukel) und Oswald Kaduk (Meine Patienten nannten mich Papa Kaduk) waren jeden Deutschen, der eine Zeitung las, ebenso geläufig ebenso wie die grauenhaften Verbrechen, über die ausführlich nahezu täglich berichtet wurde.

– Natürlich war die Beschäftigung mit den NS-Verbrechen auch Thema unseres Gymnasialunterrichtes. Die „Todesfuge“ von Paul Celan stand ebenso auf dem Lehrplan wie die „Ermittlungen“ von Peter Weiss, der den Auschwitzprozess literarisch als Bühnenstück verarbeitet hatte.

Die NS-Vergangenheit von Persönlichkeiten der Adenauerzeit wurde lange vor 1968 insbesondere von „Spiegel“ thematisiert. Beispielhaft sind zu nennen der Staatssekretär Hans Globke oder auch Heinrich Lübke, der angeblich als KZ-Baumeister tätig gewesen sein soll. Wie wir allerdings  heute wissen, hatte die Stasi bei diesen Kampagnen einen wesentlichen Anteil.

Die genannten Beispiele sind nicht längst nicht vollständig. Der Narrativ, erst die 68-er hätten eine intensive gesellschaftliche Diskussion und Aufarbeitung der NS-Verbrechen bewirkt, ist nichts weiter als eine Legende, die auch durch ständige Wiederholung nichts an Wahrheitsgehalt hinzugewinnt.

Eines allerdings haben die 68-er bewirkt: Die Verunglimpfung der gesamten eigenen Eltern- und Großelterngeneration als kollektive NS-Mitwisser und Nazitäter. Diese an sich ungeheuerliche Anschuldigung diente den damaligen Krawallschlägern der eigenen moralischen Selbsterhöhung.  Leider wirkt diese üble Nachrede bis heute nach und bestimmt immer noch in weiten Teilen den politischen Diskurs.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Ulrich

PS.: Sollte Michael Bröcker antworten oder meine Zuschrift gar als Leserbrief in der RP veröffentlicht werden, dann werde ich es hier mitteilen.

Äusserste Blässe

Eine unqualifizierte Blödelei  der Ratinger Lokalredaktion der RP zum Ergebnis der Bundestagswahl veranlasste mich zu diesem persönlichen Schreiben:

Werter Herr Kleeberg,

   mit einem gewissen Schmunzeln nahm ich Ihre gestrige Zuschreibung in der RP zur Kenntnis: „Bernd Ulrich, der im Wahlkampf äußerst blass blieb… “ Ich werte das als Kompliment. Denn mit Sicherheit haben Sie und Ihre Zunft mich auf braune Flecken untersucht. Fehlanzeige! Dabei hatten Sie genügend Untersuchungsmaterial: Etwa Hunderte von Blog-Einträgen, die ich in den letzten Jahren verfasst hatte. Die Internet-Adresse stand auf jedem meiner Wahlplakate. Vermutlich waren die Texte einfach zu schwere Kost. Und auch bei den Podiumsdiskussionen, über die die RP nur rudimentär und selektiv berichtet hatte, fand sich bei mir kein braunes Haar in der Suppe. Dumm gelaufen für Enthüllungsjournalisten.

 Ich kann mit meiner Farblosigkeit gut leben. Mit Rot oder gar Grün habe ich ohnehin nichts am Hut. Vor Jahrzehnten war ich politisch mal gelb, lange bevor diese Farbe zu Magenta mutierte. Diese Episode hatte ich der RP zwar im Interview mitgeteilt, selbige fand es indessen nicht erwähnenswert gegenüber ihrer Leserschaft. Blauäugig bin ich auch nicht, sonst wäre ich den Provokationen des einen oder anderen Moderators bei den Podiumsdiskussionen auf den Leim gegangen.    

 Dass Sie meine gestrige Presseerklärung nicht abgedruckt haben: Geschenkt. Aber dass Sie Ihren Lesern die Gesamtergebnisse des Wahlkreises Mettmann Nord, zu dem auch Ratingen gehört, vorenthalten: Das hätte ich nicht erwartet. Da muss der wissbegierige Zeitungsleser schon zur überregionalen FAZ greifen, um über die Mettmanner Ergebnisse informiert zu werden. Hier sind sie:

Quelle: FAZ

Gut, die FAZ spielt, was journalistische Qualität angeht, in einer anderen Liga. Aber die Veröffentlichung der Gesamtergebnisse des eigenen Wahlkreises hätte man von der Lokalredaktion der RP schon erwarten können. Lag es daran, dass die Zahlen für die AfD dort günstiger ausgefallen sind als bei der rein Ratinger Nabelschau?

 Wie dem auch sei, ich kann mir eine gewissen Schadenfreude nicht verkneifen. Dabei hatte sich doch Ihre Zentralredaktion auf den letzten Metern noch alle erdenkliche Mühe gegeben, um dem Wahlvolk politisch korrekte Denkweise einzutrichtern. Am Freitag wurde eine gehässige Karikatur veröffentlicht: Hitler goutiert in der Hölle das AfD-Programm. Und noch am Samstag forderte Eva Quadbeck im Leitkommentar: „Demokratisch wählen!“. Dieser Aufforderung ist Ihre Leserschaft zweifellos nachgekommen.  Aber nicht mit dem von  Ihnen erhofften Ergebnis.      

 Ihr Chefredakteur konstatiert heute resignierend: „Die Nazi-Keule ist wenig hilfreich“. Sollte sich hier ein Hoffnungsschimmer der Erkenntnis zaghaft über dem Horizont zeigen?

 Ich wünsche Ihnen einen guten Tag, mit freundlichen Grüßen

 Bernd Ulrich

Sprecher AfD Stadtverband Ratingen

Ich habe von der RP keine Antwort erwartet und auch keine erhalten. -Hier meine Pressemitteilung von Montag, dem 25.9., die von der RP nicht abgedruckt worden war:

Presseerklärung

 Ich danke als Direktkandidat und im Namen aller Parteimitglieder der AfD in Ratingen, Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath unseren  Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen und das hervorragende  Ergebnis bei den gestrigen Wahlen!  Nach den abgewirtschafteten ehemaligen Volksparteien CDU und SPD stellt die AfD nun die drittstärkste Kraft im Deutschen Bundestag!

 Der vom politischen Gegner und vielen Medien eingeübten Taktik der Ausgrenzung und Diffamierung blieb letztlich der Erfolg versagt. Viele Bürgerinnen und Bürger ließen sich nicht beirren und schenkten uns ihr Vertrauen und ihre Stimme.  Ich persönlich freue mich besonders, daß ich auch mit meinem Erststimmenergebnis den dritten Platz erobert habe. Über Elftausend Wählerinnen und Wähler in unserem Wahlkreis wollten mich direkt in den Bundestag entsenden.  Herzlichen Dank!

 Dank gilt auch den zahlreichen Helfern unseres Wahlkreises, die durch Spenden oder aktive Mitarbeit bei Informationsständen und beim Plakatieren zu diesem sehr erfreulichen Resultat beigetragen haben!

 Die von der lokalen Presse heute wiedergegeben Stimmen der  ortsansässigen Politiker etablierter Parteien  vom Wahlabend lassen leider die notwendige Distanz zum Wahlkampfgetöse und den eingeübten Ritualen vermissen.  Das und die kolportierten Einlassungen des Kreiswahlleiters  haben mich nachträglich in meinem Entschluss bestätigt, der Einladung ins Kreiswahlbüro nicht zu folgen und statt dessen den Wahlabend gemeinsam mit Freunden und Helfern zu verbringen.

 Ich gratuliere dem CDU-Kandidaten Dr. Peter Beyer zur erfolgreichen Verteidigung seines Direktmandates im Wahlkreis Mettmann II.

 Wir freuen uns über den Einzug der Alternative für Deutschland in den Deutschen Bundestag!  Wir sind zuversichtlich, mit kritischer Parlamentsarbeit auch aus der Opposition heraus einen wichtigen Einfluss zu nehmen auf die Gestaltung der Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Ratingen, 25.9.2017, Bernd Ulrich

 

 

Die Humorseite der RP: Wahlplakate

Humor ist am schönsten, wenn er unfreiwillig ist.

 Diese alte Lebensweisheit kam mir in den Sinn, als ich gestern die ganzseitige „Expertenkritik“  an den Wahlplakaten der Parteien in unserer vertrauten Rheinischen Post vorgesetzt bekam. Tatsächlich fand ich mein Konterfei im  letzten Absatz wieder, direkt neben dem Kandidaten der Linken. Was soll’s, ich bin da schmerzfrei und ohne Berührungsängste.

Aber dann der Kommentar der „Experten“ zu meinem Plakat:   „…unvorteilhafte, schmutzige und fehlerhaft wirkende Mischfarben….Jedoch besitzt das Plakat zu viele zusätzliche Informationselemente“. Okay, die drei Schlagworte „Sicherheit. Recht. Ordnung.“  beinhalten nach Einschätzung der Kritiker bereits ein Zuviel an Information.  Hingegen wird das Plakat der FDP mit der ellenlangen Litanei, die manch biblischen Psalm an Wortreichtum noch übertrifft, belobigt: „Das FDP-Plakat ist technisch sehr gut gemacht … Die Plakat-Elemente Partei, Kandidatin und Botschaft sind gut angeordnet“.  Na sowas. Damit Autofahrer den Text wirklich aufnehmen, bedarf es nicht nur einer sehr langen Verweildauer im Stau oder vor der Ampel, sondern auch eines scharf gestellten Fernglases, das nicht jedermann im Handschuhfach mit sich führt.

Der Headline der Kandidatin Pannes lautet: „Echt. Jetzt.“ Nanu, denkt sich der unbefangene Medienkonsument, wie ist das zu deuten? Hat die freidemokratische Frau etwa unechtes bisher vorgetäuscht und gelobt ab  jetzt Besserung? Selbst der „Experte“  hat da seine Assoziationen und schreibt dazu: „Die Headline ist kurz und prägnant, besitzt durch ihre Doppeldeutigkeit Originalität und Merkfähigkeit“.

Zurück zu mir. Da urteilt der Kunstkritiker über mein Design: .. Zudem ist die Deutschlandflagge bei der CDU ein durchgängiges Element und dadurch für einen klar abgrenzenden Auftritt (Anm.: In meinem Plakat) nur bedingt tauglich.“   Die CDU und Deutschlandflagge? Da denkt doch jeder an die  legendäre Szene, in der die Kanzlerin ihren Generalsekretär maßregelt:  Wie eine Mutti, die ihren Knaben bei einer unanständigen Handlung ertappt hat. Mimik und Blick der Kanzlerin sprechen Bände: „Nein, sowas tut man nicht. Erst recht nicht in aller Öffentlichkeit, wo es jeder sehen kann“. Dabei diente die  Handbewegung des derart bloß Gestellten nur dem kleine Deutschlandfähnchen, das Gröhe fröhlich schwenken wollte.  Schwups, weg war es. Entsorgt von Merkel. Und weil die Sechs-Sekunden-Szene so schön ist, hier nochmal:

 http://www.free-xpress.de/index.php/component/content/article?id=302:video-merkel-entfernt-deutschlandfahne

 Die kurze Sequenz ist so bezeichnend, daß sie auch im Bestseller „Die Getriebenen“ von Robin Alexander Eingang gefunden hat.

 Zum schweren Job der Kritiker: Über Geschmack lässt sich trefflich streiten, auch bei Wahlplakaten. Der eine hält das unrasierte Schwarz-weiß von Christian Lindner für einen echten Hingucker, ein anderer für ein Fahndungsfoto.

 Ich frage mich des Öfteren, wie so mancher Zeitgenosse zu seinen höheren Weihen als  „Experte“ mutiert. Vermutlich durch eine Schulung als Rehabilitationsmaßnahme eines Jobcenters,  mit denen Langzeitarbeitslose wieder vermittelbar werden sollen. Was soll’s,  das Honorar der RP sei ihnen gegönnt. Immerhin reichte es für eine ganze Seite.

 Und hier nun das volle Lesevergnügen:

 http://www.rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/experten-bewerten-wahlplakate-aid-1.7029245

 Herzliche Grüße, Ihr

 Bernd Ulrich

 

Die zerplatzten Träume der Rheinischen Post

Liebe Freunde und Förderer,

   nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Noch am Donnerstag durfte sich die Redaktion der Rheinischen Post in den schönsten Blütenträumen wiegen.  In großen Buchstaben wurde auf Seite Eins, Zwei und Vier hoffnungsvoll sinniert: Möglicherweise darf die Alternative für Deutschland gar nicht zur Wahl antreten? Der Angstgegner der Etablierten ganz einfach per Formfehler kaltgestellt? Inhaltliche Auseinandersetzung überflüssig?

Was war passiert: Auf einer Versammlung des Kreisverbandes Recklinghausen zur Festlegung von  Delegierten zur Wahl  von Bundestagslistenplätze der AfD in NRW waren  3 (in Worten: drei) Teilnehmer noch nicht im Besitz einer gültigen Mitgliedsnummer. Das war zwar eine Regelwidrigkeit gegen die Parteisatzung, aber kein Verstoß gegen öffentliches Recht.  Schließlich ist jede Partei frei, wie sie ihre Satzung gestaltet. Wichtig ist lediglich, daß die Delegierten selber das Wahlrecht zum Bundestag haben. Das stand indessen gar nicht zur Diskussion. – Ein Maulwurf hatte den Bundeswahlleiter aufmerksam gemacht. Und der entschied nach gesundem Menschenverstand: Unerheblich für das Zustandekommen der Liste! Die AfD wird zur Bundestagswahl mit einer gültigen Liste antreten!

 Tja, mit einem Tag Verspätung muß nun die RP den schönen Tagtraum begraben. Zu ärgerlich aber auch. Doch das hindert unsere alte Bekannte, Frau Rathcke von der RP, in der heutigen Ausgabe nicht daran, über Dilettantismus zu sinnieren und ob man Dilettanten wählen soll:

Liebe Redakteur*Innen der Rheinischen Post:

 Wenn Ihr anschauliche Beispiele für Dilettantentum haben wollt, dann gebe ich Euch ein paar Tipps: Einfach mal in den Spiegel  schauen. Oder nach Düsseldorf: Da haben wir seit neuestem einen Ministerpräsidenten,  der Klausuren korrigiert, die gar nicht geschrieben wurden. Oder nach Berlin. Ein paar Stichworte: Asylchaos, fortwährende Konkursverschleppung in der Eurozone, verkorkste Energiewende. Nicht zu vergessen die Flughafenbaustelle oder die oberste Führung der Leyentruppe. Das sind nur ein paar Beispiele; die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.

 Gottseidank gibt es eine Alternative zum regierungsamtlichen Dilettantismus. Auf den Wahlzettel am 24. September. Die Alternative für Deutschland. Die AfD.

 Herzliche Grüße, Euer 

 Bernd Ulrich