Silvesterbotschaft in der RP: Ausländerfeindliches

Im Westen nichts Neues: Wieder mal die alte Leier von der angeblich ausländerfeindlichen AfD. Herr Dr. Martin Kessler serviert uns diese Unappetitlichkeit zum Jahresausklang gleich im zweiten Satz  seines Leitartikels in der RP. Da vergeht einem die Lust auf die weitere Fortsetzung der Lektüre.

RP 31.12.2021

Schon Dr. Goebbels wusste: Eine Lüge muß nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie schließlich geglaubt. Mit Dr. Kessler hatte ich schon vor Jahren Korrespondenz um ihn von seiner sturen, starrköpfigen AfD-Phobie und der infamen Unterstellung einer gebetsmühlenhaft immer aufs Neue wiederholten Ausländerfeindlichkeit abzubringen. Daher zum x-ten Mal, damit es sich jeder hinter die Ohren schreibt:

Niemand, den ich von den Parteifreunden kenne, hat etwas gegen die koreanische Krankenschwester, den türkischen Gemüsehändler, den persischen Augenarzt, den japanischen Geschäftsmann, den griechischen Schneider  oder den Programmierer aus Indien oder China, um nur einige zu nennen.    Aber gegenüber Zwangsverheiratungen, Vollverschleierungen, Genitalverstümmlung an Kindern, arabischen Clans die ganze Stadtteile und Behörden terrorisieren, Parallelgesellschaften und  Scharia-Gerichte  gibt es hierzulande doch noch einige Vorbehalte, nicht nur bei der AfD. Es ist schlichtweg eine unverschämte Dreistigkeit und Impertinenz, diese berechtigte Skepsis als „Ausländerfeindlichkeit“ zu etikettieren! 

Ich spreche nicht nur für mich, sondern für die Gesamtheit aller mir persönlich bekannten AfD-Anhänger:

Jeder, der willens und fähig ist zum Wohlergehen dieses Landes beitragen, ist hier herzlich willkommen!

 Und genau deswegen fordert die AfD seit Anbeginn ein Einwanderungsgesetz. Ein Immigrationsgesetz, wie es die klassischen demokratisch verfassten Einwanderungsländer wie Australien oder Kanada längst haben. „Einwanderung braucht klare Regeln“, so lauteten schon 2013 die Plakate der AfD, lange vor der Eskalation im September 2015. Es ist bezeichnend für die deutschen Regierungsparteien, daß sie sich seit Jahrzehnten vor dieser gesetzgeberischen Aufgabe drücken. Lieber lässt man die Dinge so weiterlaufen wie bisher: Chaotisch und ungeordnet. „Jetzt sind sie nun mal da“, so lautet ein geläufiges Bonmot der Regierungschefin.  Wer es wagt, an diesem unverantwortlichen Laissez-Faire Kritik zu üben, den trifft das  Verdikt „Fremdenfeindlich“.

Zurück zur Rheinischen Post: Tatsächlich enthielt das  umfangreiche Silvester-Elaborat des Dr. Martin Kessler keinerlei neue Erkenntnis. Statt dessen die bekannten Beruhigungspillen: „Wir schaffen das, alles wird gut“.

Schön wärs.

Mit freundlichen Grüßen,   Bernd Ulrich

Ärzte und Analverkehr

RP vom 24.10.20

Sehr geehrter Herr Latzel,
In Ihrem Artikel vom 24.10.  „Ärzte rechnen … ab“… sinnieren Sie über das neueste Machwerk dieser Sängergruppe: Vor allem der AfD dürfte der Song übel aufstoßen. Das machte mich neugierig. Ich suchte nach dem Lied und wurde schnell fündig. Aus dem Text:

Wo kommen all die zornigen Männer her
Mit ihrer panischen Angst vor Analverkehr?
Ich trete ein in die AfD und dann werd‘ ich schwul, schwul, schwul, schwul.

Mit Verlaub: Was sollte unsereins daran „übel aufstoßen?“  Jeder blamiert sich so gut er kann und von Blödelbarden erwartet man gemeinhin auch nichts anderes. Aber die Rheinische Post?  Homophobie? Schließlich hatte Ihre verflossene Redaktionskollegin Julia Rathcke über die gleichgeschlechtliche Partnerschaft unserer Parteivorsitzenden sogar in einer Überschrift polemisiert. Und es ist kein Geheimnis, daß auch einer unserer NRW-Landtagsabgeordneten entsprechend orientiert sein soll. Also, was soll das ganze? – Blamabel nur, daß die RP-Redaktion glaubt, daraus noch einen Kalauer zu machen.

Bekanntlich ist Deutschland inzwischen ein Land ohne Grenzen, insbesondere die  Grenzen von Anstand und gutem Geschmack sind längst nicht mehr existent.  Verglichen mit dem, was andere Liedermacher an Obszönitäten, Gewalt- und Vergewaltigungsphantasieen mit wohlwollender Billigung des Bundespräsidenten auf der Bühne heraus prusten ist das Elaborat von „Die Ärzte“ noch vergleichsweise harmlos. Die RP hätte ruhig den ganzen Text für ihre unbefangenen Leser abdrucken können, inklusive der Tagträumerei vom Analsex mit AfD-Parlamentariern auf Bänken im Reichstag. Halten wir den Sangeskünstlern zugute, daß sie schlichtweg Geld verdienen müssen in dieser sauren Coronazeit, in der viele Komiker und Musiker am Hungertuch nagen. Mit dem „Kampf gegen Rechts“  schafft man sich schnell Sympathie bei Regierenden und im Öffentlich-Rechtlichen. Die ärztliche Belohnung erfolgte denn auch postwendend: Bei den ARD-Tagesthemen durften die Barden live auftreten. https://www.welt.de/vermischtes/article218509328/Die-Aerzte-spielen-Tagesthemen-Fanfare-live-im-Studio-mit-ernstem-Anliegen.html  Über die Gage wurde nichts bekannt.

MfG  Bernd Ulrich

Siehe auch: https://philosophia-perennis.com/2020/10/24/linke-hass-propaganda-die-aerzte-eroeffnen-tagesthemen-und-finden-die-afd-superschwul/

Mit Verlaub: Reinhold Michels zum Abschied

Gegen den Strom

Reinhold Michels hat sich verabschiedet. Die letzte wertkonservative Stimme in der Rheinischen Post ist nun nicht mehr. Schon vor Jahren musste der ihm wesensverwandte Klaus Kelle bei der RP  seinen Abschied nehmen.

Reinhold Michels hat mir nie auf meine Briefe geantwortet.  Dabei hatte ich ihn oft direkt angeschrieben. Ich habe nämlich seine Aufforderung: „Schreiben Sie dem Autor“ ,  die übliche Floskel in der Tageskolumne, ernst genommen. Natürlich habe ich längst nicht alles kommentiert, was Herr Michels so im Laufe der Zeit zu Papier gebracht hat. Denn das Meiste konnte man einfach kommentarlos stehen lassen.

Ich nehme ihm sein Schweigen zu meinen Zuschriften nicht übel. Vollprofis hinterlassen nun mal keine Spuren; erst recht keine schriftlichen. Vermutlich hat er im Laufe seines Schaffens tausende an Leserbriefen bekommen. – Meine Kommentare wurden naturgemäß weniger, nachdem in unserem Haushalt das RP-Abo im September 2017 gekündigt wurde. Die täglichen Stänkereien  gegen die AfD hatten ein…

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Pressemitteilung: Ablehnung einer Spende für die Malteser in Ratingen

22.1.2020 Die AfD in Ratingen teilt mit:

Der AfD-Stadtverband Ratingen, vertreten durch seinen Sprecher Bernd Ulrich, beklagt die Ablehnung einer Spende in Höhe von 250€, die der Ratinger Ortsgruppe der Malteser zugutekommen sollte. Wie die Rheinische Post berichtete, hatten die Malteser am 22. November diesen Jahres das Jubiläum ihres sechzigjährigen Bestehens mit Vertretern der Parteien und Fraktionen in der Stadthalle in Ratingen gefeiert. Zu diesem Anlass tätigte Bernd Ulrich eine private Spende in Höhe von 250€ auf das Konto der Malteser bei der Erzdiözese Köln, versehen mit dem Hinweis: „Für die Malteser in Ratingen. Vielen Dank“.  Wenige Tage später schickte die Erzdiözese den Betrag kommentarlos zurück.

Auf Nachfrage erläuterte  Kai Vogelmann, Sprecher der NRW-Malteser, in einem Telefonat am Montag dieser Woche gegenüber Bernd Ulrich sinngemäß: Man nähme  Anstoß an der kritischen Haltung der AfD zur Verbringung von Migranten über die Mittelmeerroute nach Europa. Diese Einstellung sei mit kirchlich-katholischen Glaubensgrundsätzen der Malteser nicht vereinbar und daher wolle man keine Spendengelder von Mitgliedern der Alternative für Deutschland annehmen.

Dazu äußert Bernd Ulrich: „ Selbstverständlich habe ich Herrn Vogelmann meine Gesprächsbereitschaft zu jeder Zeit an jedem Ort mit jedem Diskutanten zu dem Thema angeboten. Ich habe auf meine jahrelange Spendenpraxis zugunsten humanitärer Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Cap Anamur  verwiesen. Wir können die erzbischöfliche Dogmatik nicht nachvollziehen.

Wir wissen uns mit unserer Haltung in guter Gesellschaft etwa mit dem Präsidenten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), welcher sich wie folgt geäußert hat: „Wer Menschen aus echter oder inszenierter Seenot aufnimmt, um sie nach Europa zu transferieren, macht sich moralisch mitschuldig am Tode unzähliger Menschen, die erst aufgrund der Taxidienste der sogenannten Seenotretter dazu ermutigt werden, die Einwanderung über das Mittelmeer zu versuchen.“ Und weiter: Die europäische Einwanderungspolitik dürfe nicht kriminellen Menschenschmugglern und den Taxidiensten sogenannter Seenotretter überlassen werden.“

Leider hat die katholische ablehnende Haltung gegenüber der Alternative für Deutschland  bereits in der Vergangenheit Spendendiskriminierung bewirkt: Der Sozialdienst katholischer Frauen verweigerte Spenden, welche zum Schutz gewaltbedrohter Frauen und Kinder bestimmt waren.  Die Rheinische Post hatte darüber berichtet.

Bernd Ulrich: „Meine Spende vom November 2019 war für die Malteser in Ratingen gedacht. Zum einen, um einen Beitrag für ihre Jubiläumsfeier zu leisten, zu der sie mich eingeladen hatten, zum anderen zur Unterstützung ihrer Arbeit hier vor Ort. Es ist ja nicht nur mit dem guten Willen und der Zeit der Ehrenamtlichen getan, sondern Gerätschaften, Material, Ausrüstung und Schulungen kosten Geld. Ich hoffe immer noch einen Weg zu finden, unseren Helferinnen und Helfern in Ratingen die für sie bestimmte Unterstützung zukommen zu lassen.“

Hier nun zum Vergleich, was die Rheinische Post dann tatsächlich abgedruckt hat:

Rheinische Post Ratingen 25. Jan. 2020

Das konnte ich nicht widerspruchslos hinnehmen. Und so schrieb ich erneut an die Ratinger Lokalredaktion:

27.1. 2020  Haben Sie vielen Dank, daß Sie diesen skandalträchtigen Vorgang aufgegriffen haben. Leider ist der Kontext dem unbefangenen Leser nicht ganz verständlich, zumal der Eindruck entstehen konnte, daß es sich bei der Spende um Parteigelder handelt. Dem ist beileibe nicht so; in diesem Fall hätte ich mich sogar der Veruntreuung schuldig gemacht. Ich bitte daher darum, Ihren Lesern  diese Erläuterung zukommen zu lassen:

Bernd Ulrich dementiert, daß es sich bei der Spende an die Malteser um Gelder der Partei handelte. Vielmehr hatte er, wie andere Vertreter der Parteien, eine Einladung zur Jubiläumsfeier erhalten.  Bernd Ulrich: „Es gehört für mich zum guten Ton menschlichen Miteinanders, bei einer Feier, wo ich auf Kosten der Gastgeber Speis und Trank verzehre sowie das Unterhaltungsprogramm genieße, nicht mit leeren Händen zu erscheinen. Deshalb habe ich aus meinem privaten Vermögen diese Spende für die Ratinger Ortsgruppe der Malteser getätigt. Es ist grotesk, einerseits Vertreter der AfD zum Jubiläum der Malteser in die Ratinger Stadthalle einzuladen und anschließend genau diesen Gästen eine Gesinnung zu unterstellen, die sich „gegen die Menschenwürde“ richtet.  Auf meine Nachfrage, worauf er diese Haltung begründet, bezog sich der Pressesprecher Kai Vogelmann mir gegenüber in einem Telefonat sinngemäß auf die kritische Haltung der AfD zur Migration über die Mittelmeerroute. Ich habe daraufhin sowohl im Gespräch als auch schriftlich  um eine Unterredung gebeten, um dieses Vorurteil aus der Welt zu schaffen. Leider wurde dieses Gesprächsangebot bisher nicht angenommen. Ich stehe nach wie vor zu meinem Versprechen, hierüber zu jeder Zeit an jedem Ort mit jedem Kontrahenten eine Diskussion zu führen.“

 Nebenbei bemerkt:  Ich habe bei früherer Gelegenheit auch der Ratinger FDP in Ratingen eine Spende zukommen lassen, wenn ich bei deren Neujahrsempfang verköstigt wurde. —– Ende des Textes der Richtigstellung.

Überflüssig zu erwähnen, daß diese Berichtigung nicht abgedruckt wurde

Ratinger Brauchtumsvereine: Neue Zumutungen der SPD

Normalerweise brauchen wir auf den Blödsinn der Ratinger SPD nicht zu reagieren. Die Unverfrorenheit, mit der die Genossen die örtlichen Brauchtumsvereine vor ihren Karren spannen wollten, reizte mich nun doch zum Widerspruch. Meine zugehörige Zuschrift an die RP, datiert vom 16. März, wurde allerdings deren Leserschaft vorenthalten.

Sehr geehrtes Redaktionsteam,

 ergänzend zu der Stellungnahme unserer Fraktion im Stadtrat zum Vorstoß der SPD teilen wir seitens des Stadtverbandes der AfD in Ratingen mit:

 In diesen Tagen, in denen die Menschen in diesem Land von existentiellen Sorgen und Nöten geplagt werden, hat die Ratinger SPD nichts besseres zu tun als zu versuchen, die heimischen Brauchtumsvereine an die Kandare zu nehmen. Nicht etwa im Sinne eines sozialen menschlichen Miteinanders, sondern zum genauen Gegenteil: Hetze und Ausgrenzung.  Das ist abstoßend und absurd.  Denn anstatt sich der politischen Sachdiskussion zu stellen und die eigenen Fehler selbstkritisch zu reflektieren, übt sich der hiesige SPD-Spitzenkandidat Wiglow  in sachfremder Diffamierung und gehässiger Aufwiegelung. Der verzweifelte Versuch, das organisierte Ratinger Brauchtum gegen die AfD zu instrumentalisieren wird sich als Rohrkrepierer erweisen. Denn die selbstbewussten und bodenständig  verwurzelten  Bruderschaften und Vereinigungen werden sich wohl kaum von dem SPD-Mann, dem es nach dem Bürgermeisteramt gelüstet, Vorschriften machen lassen. Sie werden diese Übergriffigkeit als das betrachten, was es ist: Eine Zumutung.

 Der von den Genossen genannte Verweis auf den Düsseldorfer Klüngel geht fehl: Denn der zitierte Herr Inden ist als der mit dem „Goldenen Schaukelpferd“ dekorierte Organisator der Rheinkirmes bekannt für seine  übergroße Nähe zur hohen Politik, insbesondere zum Düsseldorfer SPD-OB und hat sich damit als unbefangener Ratgeber selber disqualifiziert.  Eine Hand wäscht die andere, daß wussten schon die alten Römer.

 Nun sind wir in Ratingen  von Herrn Wiglow so einiges gewohnt. Erstaunlich ist aber,  daß die für ihre eher ruhige und besonnene Art bekannte Abgeordnete Müller-Witt  in das gleiche Horn tutet. Ein untrügliches Zeichen, wie groß die Angst und Panik der ehemaligen Volkspartei vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit sein muß. Mit derlei Aktionen wird sie indessen den freien Fall nicht mehr aufhalten.  Dabei ist es geradezu grotesk, wenn die  besagte  Landtagsabgeordnete „Respekt und Toleranz“ einfordert. Denn der Vorstoß der Ratinger SPD beinhaltet genau das Gegenteil: Diffamierung  und Diskriminierung. Mit den Spielregeln von Demokratie und Fairness hat das nicht mehr das Geringste zu tun.

 Mit freundlichen Grüßen  Bernd Ulrich

 

Eine Frauenquote für Straßennamen

Sehr geehrter Herr Ruhnau,

zu obiger Meldung hier meine Leseräußerung:

Es scheint ein speziell deutsches Phänomen zu sein, dass Moralbewegte und notorische Besserwisser das Verhalten und die Äußerungen von Persönlichkeiten der Vergangenheit an heutigen Werten und oft kleinkarierten Maßstäben messen. Ich bin überzeugt, gerade solche übereifrigen (Straßen-)Schilderstürmer wären bei den Hexenverbrennungen in vorderster Reihe gestanden oder hätten als geistige Blockwarte dem jeweiligen System treue Dienste geleistet.
Es darf daran erinnert werden, wie nach der Inthronisierung von Lafontaine im Saarland ein massenhafter Eintritt von Beamten und Lehrern in die SPD erfolgte, weil man sich davon eine bessere Karriere versprach. Auch im dritten Reich sind Menschen aus diesem Grund in die Partei eingetreten. Aber die heutigen Jakobiner sitzen auf dem hohen Ross und wissen im Nachhinein natürlich alles besser.

Mit freundlichen Grüßen   Hans-Dirk Krämer

Artikeltext:  https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-eine-frauenquote-fuer-strassennamen_aid-48869523

 

 

Neo-Nazi Anwalt

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/karneval/karneval-duesseldorf-neonazi-anwalt-aktiv-kritik-am-narrencollegium_aid-48212244

Leserbrief:

Sicherlich kann man trefflich darüber streiten, ob ein sich „unpolitisch“ nennender Karnevalsverein gut beraten ist, seinen Vorstand mit politischen „Größen“, zumal mit solchen, die äußerste extreme Positionen einnehmen, zu besetzen. – Die darüberhinaus unverblümt geäußerte Erwartung Ihrer Redakteure, dass bereits ein Rechtsanwalt, der in Ausübung seines Berufs Mandanten aus einem politisch (rechts-)extremen Spektrum vertreten habe, nicht in einen solchen Verein gehöre, ist aber ein journalistisches Armutszeugnis par excellence! – Jede vor Gericht stehende Person hat nach unseren verfassungsgemäßen Grundrechten ein Anrecht auf rechtliche Vertretung und anwaltliche Verteidigung, ohne jeden Unterschied! Wo wollen Sie da denn überhaupt die Grenzen ziehen, etwa erst vor Kinderschändern, Mördern usw.? Oder reicht für die Stigmatisierung und gesellschaftliche Ausgrenzung des Anwalts (vielleicht auch des Arztes, Autohändlers, Bäckers … pp) schon die Richtung oder aber Überschreitung eines bestimmten Grades der politischen Orientierung seines Mandanten (bzw. Patienten, Kunden pp)? Die Erwartung Ihrer Redakteure erinnert fatal an das einstige „Gesunde Volksempfinden“, wonach ein „Deutscher Anwalt“ sich mit bestimmten Personen nicht abzugeben hatte!
Bernd Minzenmay, Dinslaken
(Rechtsanwalt i.R.)

Lebewohl, Michael Bröcker!

Chefredakteur Michael Bröcker verläßt die Rheinische Post. Das veranlasst mich zu einem Abschiedsgruß:

Sehr geehrter Herr Bröcker,

mit Interesse habe ich die Nachricht aufgenommen, daß Sie den Sessel bei der Rheinischen Post räumen werden. Ob damit eine Verbesserung für das Blatt eintreten wird, das  muß die Zukunft zeigen. Es wäre geheuchelt, wenn ich anlässlich Ihres Abschieds eine Träne nachweinen würde. Indessen verdanken wir Ihnen einen der besten Kalauer, den die Journalistik je hervorgebracht hat. Ich zitiere ihn nochmal an dieser Stelle, weil er einfach so köstlich war aus Ihrer Feder:

Der beste Journalismus ist unparteiisch und unverdächtig. Aufklären, erklären, dabei akkurat recherchieren, ausgewogen argumentieren. Fairness, keine Häme. Das ist unsere Haltung

Ein echter Schenkelklopfer, ausgerechnet von Ihnen als Chefredakteur der Rheinischen Post. – Das war 2016, dem Jubiläumsjahr des deutschen Reinheitsgebotes. Ein Jahr später wurde dann in unserem privaten Haushalt auf die Fortführung des Print-Abos der RP, die wir über ein Jahrzehnt bezogen haben, verzichtet. Nicht etwa wegen Mangel im Portemonnaie. Wir geben alljährlich einen hübschen vierstelligen Eurobetrag für Zeitungen und Zeitschriften aus. Es war vielmehr die die Selbstachtung, die mich veranlasste, ein Blatt, das mich und meinesgleichen regelmäßig als Extremisten und Rassisten verunglimpft, nicht weiterhin jährlich mit einigen hundert Euro zu alimentieren.  Zudem hatte Klaus Kelle, dessen Kolumne in lang vergangenen Zeiten für manch Unverdauliches in Ihrer Postille entschädigt hatte, schon längst seinen regelmäßigen Platz als Feigenblatt  in Ihren Druckspalten  verloren.

Noch letztes schrieben sie: „In Wahrheit lehnt die AfD die Pressevielfalt ab, kritische Fragen sowieso“.  Blödsinn, denn genau das Gegenteil ist richtig. Mehr Meinungsvielfalt im deutschen Blätterwald tut not.

Nach  den Landtagswahlen vor drei Wochen schäumten Sie dann in der allmorgendlichen Botschaft gegen die erstarkte Opposition : „in der Funktionäre offen gegen Fremde polemisieren, das Dritte Reich verharmlosen und ihren Hass auf die Eliten in Politik und Medien kultivieren“.

Was unsere Gefühlslage auf die selbsternannten „Eliten“ in Politik und Medien angeht: Da liegen Sie falsch. Es ist beileibe kein Hass, der uns bewegt. Nein, es ist vielmehr schlichtweg Verachtung. Eine  Verachtung gegenüber jenen Politikern, die zum Zwecke des Machterhalts und um ihres persönlichen Vorteils willen uns alle für dumm verkaufen wollen. Ihre willfährigen, liebdienernden Medienlakaien und Hofberichterstatter sind dabei eingeschlossen.

Für Ihre neue Aufgabe wünsche ich Ihnen alles Gute! Ich verkneife mir ein „Auf Wiedersehen“ und verbleibe mit dem Grußwort Lebewohl!

 Bernd Ulrich

AfD Haan: Leserzuschrift zensiert und abgelehnt

Am 13.Mai berichtete die Lokalausgabe Haan der Rheinischen Post über einen Farbanschlag auf das örtliche CDU-Büro:

https://rp-online.de/nrw/staedte/haan/partei-spricht-von-einem-gezielten-anschlag-staatsschutz-ermittelt_aid-38748995

Dies veranlasste den Kreistagsabgeordneten der AfD, Herrn Ulrich Schwierzke, zu der folgenden Leserzuschrift:

Anschläge (nicht nur) dieser Art sind absolut und immer zu verurteilen. Kein „normaler“ Bürger kann und wird dieses akzeptieren. Wir als AfD verurteilen diesen Anschlag auf die Geschäftsstelle unserer Ratskollegen von der CDU ebenfalls aufs schärfste. Bemerkenswert ist allenfalls, dass bei den bisherigen Anschlägen auf das AfD Büro weder halbseitige Berichte in der RP noch ein Angriff auf die Meinungsfreiheit konstatiert wurde. Offensichtlich ist die Meinungsfreiheit nur in Gefahr, wenn die vertretene Meinung der „Mainstream Meinung“ entspricht. Abweichende Meinungen zu attackieren, sogar bis zum Aufruf zur Gewalt, ist offensichtlich tolerabel. Und das wird durch einseitige polarisierende Berichterstattung durchaus gefördert.

U.Schwierzke

Fraktionsvorsitzender AfD-Haan

Die Veröffentlichung dieser Zuschrift im Kommentarbereich der Online-Ausgabe wurde vom Zensor der Rheinischen Post wie folgt abgelehnt:

„Leider konnten wir den Beitrag nicht auf unserer Webseite veröffentlichen, da er unserer Netiquette nicht entspricht.

Bitte posten Sie Kommentare, die einer sachlichen Diskussion förderlich sind.“

 Bleibt nachzutragen, daß auch das Büro der AfD in Haan schon mehrfach das Ziel von Farbanschlägen und Steinwürfen war. Die Lokalpresse hatte zu keinem Zeitpunkt auch nur mit einer Silbe darüber berichtet. Wohl aber die in linken Zirkeln geschätzte Plattform Indymedia: https://de.indymedia.org/node/14988

Trotz dieser Selbstbezichtigung verliefen die polizeilichen Ermittlungen stets im Sande….

 

 

Ihre Botschaft vom Osterdienstag: Völkische Denke

Sehr geehrter Herr Chefredakteur Bröcker,

   Ihre Morgenbotschaft von Dienstag nach Ostern überrascht den unbefangenen Leser. Da stehen wir alle  noch unter den Schock des furchtbaren Terroranschlags gegen Christen mit hunderten von Toten und Verletzten. Ausgeübt am Ostermorgen, in Kirchen, wo Gläubige das Fest der Auferstehung feiern wollten. Der Tod kam in die Gemeinden plötzlich und mit lauten Knall, Schmerzensschreie, Stöhnen, Entsetzen. Helfer und Angehörige bergen an dem Tag die blutigen, zerfetzten Körperteile ihrer ermordeten Gatten, Kinder, Geschwister und Eltern.  Aber dieser grauenhafte Massenmord  findet sich  erst  an dritter Stelle Ihres Aufmachers. Von besonderer Wichtigkeit hingegen  erachten Sie die deutsche „armselige und ethisch fragwürdige völkische Denke“, die sie bei vielen Bürgern hierzulande diagnostizieren. Das steht bei Ihnen an erster Stelle. Nun ja, in einigen Wochen haben wir die Europawahl und die RP als Tendenzblatt befindet sich naturgemäß im Wahlkampfmodus.  –

 Aber wo verorten Sie die „völkische Denke“ ? Der III. Weg tritt zwar zur Wahl an, aber sind das „viele“?  Der aufgeklärte AfD-Anhänger wird sich den Schuh nicht anziehen. Ich zum Beispiel würde liebend gerne so manchen Biodeutschen (Wortschöpfung von Cem Özdemir) aus dem rot-grünen Krawallmilieu gegen Neubürger, die zum Wohlergehen dieses Landes einen Beitrag leisten, eintauschen wollen. Ich denke da zum Beispiel  an die strebsamen Inder, Chinesen und generell Asiaten, die ich im Laufe meines Arbeitslebens kennen und  schätzen gelernt habe. Aber natürlich auch andere Nationalitäten.  Und so wie ich denken die meisten meiner  Parteifreunde. Ist etwa der türkischstämmige Erfolgsautor Akif Pirinçci mit seiner klaren, deftigen Ausdrucksweise nicht eine Bereicherung unserer literarischen Landschaft?  Oder Asfa-Wossen Asserate, der als echter politisch Verfolgter schon vor vielen Jahren bei uns Asyl gefunden hat und uns nun, ähnlich wie Pirinçci, als Schriftsteller den Spiegel vorhält? Auf die einheimischen Burschen, die jetzt schon auf die Randale der Kreuzberger Nacht  zum 1. Mai in Berlin hin trainieren, auf die können und wollen wir gerne verzichten.  – Noch etwas: Was bedeutet eigentlich „Ökonomisch verwerflich?“ Soweit ich mich erinnere, hatten wir einen funktionierenden Binnenmarkt in weiten Teilen Europas schon in der alten EWG. Und es gibt durchaus Beispiele  funktionierender europäischer Zusammenarbeit auch außerhalb der EU-Bürokratie. Zum Beispiel die ESA oder CERN. Da machen sogar die Schweizer und Norweger mit.  Sind die in Ihrer Lesart auch „völkisch, armselig und ethisch fragwürdig“?  Oder sogar kriegslüstern, weil die nicht beim „Friedenswerk“ EU mit dabei sind?

 Mit freundlichen Grüßen  Bernd Ulrich

Hier zum Hauptartikel im Innenteil: https://rp-online.de/politik/deutschland/eu-und-brexit-nach-dem-nationalstaat_aid-38247993